Der Hauptgeschäftsführer der IHK sieht den Machtwechsel in Düsseldorf skeptisch und fürchtet Restriktionen für die Industrie.

Hauptgeschäftsführer der IHK, Dieter Porschen.
Hauptgeschäftsführer der IHK, Dieter Porschen.

Hauptgeschäftsführer der IHK, Dieter Porschen.

Hauptgeschäftsführer der IHK, Dieter Porschen.

Krefeld/Mönchengladbach. Während Hannelore Kraft (SPD) am Mittwoch zur NRW-Ministerpräsidentin gewählt worden ist, hat Dieter Porschen sich einmal kritisch das Koalitionspapier von Rot-Grün angesehen und einige Punkte entdeckt, die aus seiner Sicht zu restriktiv für die Industrie sind.

Der Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein sieht vor allem den Plan, das Flächenangebot zu beschneiden und den Klimaschutz durch die Raumordnung abzusichern als problematisch an. "Bisher galt es, bei den Industrieanlagen die Werte zu betrachten und auf die Einhaltung der Obergrenzen zu achten. Jetzt will man offensichtlich unter der Überschrift Klimaschutzplan schon bei der Planung ansetzen. das finde ich für das Industrieland Nummer eins eine zu restriktive Herangehensweise."

Auch die Beschränkung der Flächenangebote werde dem Industrieland NRW nicht gerecht: "Ohne Neuausweisungen geht es nicht", ist sich Porschen sicher und verweist zum Beispiel auf das geplante interkommunale Gewerbegebiet von Krefeld, Meerbusch und Willich.

IHK-Lob gibt es für das Bekenntnis zu Schiene und Wasserweg

Stutzig hat Porschen auch die Formulierung gemacht, man wolle den Regionalverbund Ruhrgebiet stärken. Vom Rheinland sei überhaupt keine Rede. "Das klingt für mich so, als falle die Regierung in alte Muster zurück, wo das Land nur das Ruhrgebiet mit Hilfe bedacht hat."

Keine Probleme sieht der IHK-Geschäftsführer für das geplante Kohlekraftwerk in Krefeld. "Die Einschränkungen werden wohl lediglich Datteln sowie bisher noch nicht geplante Projekte betreffen." Dazu müsse man allerdings feststellen, dass diese Blockade auf Energieengpässe hinauslaufe, meint Porschen.

Lob hat er indes für das rot-grüne Bekenntnis zu Schiene und Wasserweg. Die Frage bleibe aber, wo die Umschlagsflächen herkommen sollen.

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