Es sollen Bußgelder in Höhe von 85 800 Euro verhängt worden sein.

In Krefeld besteht laut der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) Gefahr für Unternehmen, bei unsauberen Praktiken vom Zoll erwischt zu werden, da die Zoll-Kontrollen erstmals seit Jahren gestiegen seien. Das zuständige Hauptzollamt Krefeld kontrollierte demnach im ersten Halbjahr insgesamt 421 Betriebe – 50 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Allein im Baugewerbe prüften die Beamten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) 129 Arbeitgeber. Im Fokus dabei insbesondere: illegale Beschäftigung, Lohn-Prellerei und Betrug bei der Sozialversicherung. Das hat die IG Bau mitgeteilt. Die Gewerkschaft beruft sich hierbei auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Beate Müller-Gemmeke (Grüne) an das Bundesfinanzministerium.

Die IG Bau Düsseldorf begrüßt die Zunahme der Prüfungen. „Es ist offenbar endlich die Botschaft angekommen, dass sich Schwarzarbeit nur durch mehr staatliche Kontrolle eindämmen lässt“, sagt Bezirkschefin Doris Jetten. So stieg auch die Zahl der Kontrolleure: Beschäftigte die FKS im vergangenen Jahr bundesweit noch 6865 Beamte, waren es im Juni bereits 7211, wie aus der Zoll-Auswertung des Finanzministeriums hervorgeht. Grund zur Entwarnung sieht Jetten jedoch nicht. Nötig seien bundesweit mindestens 10 000 Kontrolleure.

Laut IG Bau verhängte das Hauptzollamt Krefeld allein für Verstöße gegen den Bau-Mindestlohn im ersten Halbjahr Bußgelder in Höhe von 85 800 Euro.

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