Städtenamen sind häufig Bestandteil von Songs. Die WZ hat sich umgehört – und einige Krefeld-Lieder gefunden.

Liedermacher Tim Linde hat für den Perspektivwechsel einen Song über seine Heimatstadt geschrieben. Archiv
Liedermacher Tim Linde hat für den Perspektivwechsel einen Song über seine Heimatstadt geschrieben. Archiv

Liedermacher Tim Linde hat für den Perspektivwechsel einen Song über seine Heimatstadt geschrieben. Archiv

Patrick Niemeier

Liedermacher Tim Linde hat für den Perspektivwechsel einen Song über seine Heimatstadt geschrieben. Archiv

Krefeld. Die einen haben noch einen Koffer in Berlin, die anderen treffen „das ganz große Glück“ im Zug nach Osnabrück. 1968 rät eine Sängerin, einem anonymen Playboy, er wäre doch besser in Düsseldorf geblieben. Hymnen auf Städte sind beliebt und in allen Genres zu finden, ganz gleich ob Schlager, Rock, Pop oder Hip Hop. Meistens erzählen sie eine kleine Geschichte, sind kritisch oder drücken die Liebe zur Stadt aus. Auch Krefeld hat einige Werke vorzuweisen. Die WZ hat sich umgehört – und vier herausgesucht.

Tim Linde „Krefeld – das sind wir“: So hat Liedermacher Tim Linde sein Werk überschrieben. Mit dem Krefelder stimmte sich die Seidenstadt auf das zweite Aktionsjahr im Krefelder Perspektivwechsel ein. Bei diesem Wechsel soll ein ganz neuer Blick auf die Stadt in all ihren Facetten entstehen. „Krefeld ist meine Herkunft und ein wichtiger Teil von mir. Die Perspektivwechsel-Initiative macht deutlich, welche enormen Potentiale in dieser tollen Stadt stecken und ich trage gerne meinen Teil dazu bei“, erklärt Linde seine Motivation.

In seinem Liedtext heißt es unter anderem: „Uns kann nur verstehen, wer dich gesehen hat. Denn wir sind wie du, du große, alte Stadt. Gut gelaunt und immer schon mit einem Lachen im Gesicht. Wir können, wenn wir wollen, nur wollen wir manchmal nicht“, singt der Mann mit heutigem Wohnsitz in der Nähe von Hamburg. Krefeld bezeichnet er im Lied als das „Herz vom Niederrhein“.

Fee Badenius singt: „Krefelder sein ist eine Sache des Gefühls“

Fee Badenius aus Witten hat nach Urteil des WDR-Publikums beim „Sound like Heimat“-Wettbewerb das schönste Lied über Krefeld geschrieben. Auf jeden Fall hat sie sich seine Bewohner in ihren Stadtteilen bestens angesehen: „Ach, was bist du schön“, beginnt sie ihren Liedtext. „War aber gar nicht so leicht zu deinem Kern vorzudringen, ist hier Krefeld?, nein Uerdingen.“ Krefelder sein ist eine Sache des Gefühls, auch in Hüls.“ Ihr Fazit lautet: „Kre-feld-mir.“ Und: „Du machst es leicht, sein zu Hause zu lieben.“

Julia Caps hat zu ihrem Titelsong „Mein Krefeld“ ein schönes Video aufgenommen, das sie unter anderem über den Ostwall, zur Burg Linn und in den Zoo führt. Es ist ein Beitrag zur Aktion „Krefelder für Krefeld!“. Sie singt über Krefeld: „Du bist gestrickt aus Samt und Seide, dein Rückgrat ist aus Stahl. Du bist eine Augenweide, vielleicht nicht überall. Du bist Königstraße und Stadtwald, Cassel, Zangs und Band, nahmst Beuys und Kraftwerk, die kleine Berg bei ihrer Hand.“

Ohne die KEV-Hymne von Norbert Jachtmann mit dem Kinderchor St. Anna geht der Streifzug durchs Krefelder Liedgut nicht zu Ende. „Dein großes ,K’, Dein ,E’, Dein ,V’ halten fester als das allerstärkste Tau. Du, nur Du wirst mein Verein immer sein, ein Pinguin steht nie allein“, lautet der Refrain. Die Hymne beginnt: „Mit 75 Jahren hältst Du noch immer Schritt. Du bist nach vorn gefahren und spielst ganz oben mit.“

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