Frank Rühl spricht sich gegen geplante Steuerhöhung aus.

CDU-gespräch

A3763 Salome Kegler

Krefeld. Die Hundelobby Krefeld lehnt die Vorlage der Verwaltung zur erneuten Erhöhung der Hundesteuer ab. „Vor allem die 302 Krefelder Familien, die in ihrem Haushalt mit einem gut erzogenen und sozialisierten Listenhund zusammenleben, werden mit einer maßlosen Erhöhung der Hundesteuer um über 600 Prozent willkürlich bestraft“, sagt Frank Rühl, Sprecher der Hundelobby. Die war am Mittwochabend auf Einladung der CDU-Fraktion im Rathaus zu Gast.

Die erneute Hundesteuererhöhung ist in der Politik sehr umstritten. Deshalb ist vor der Sommerpause der im Finanzausschuss vorgelegte Entwurf auch nicht abgenickt, sondern in die Ratssitzung im September verschoben worden. Vor allem die CDU habe laut Rühl in Richtung Hundelobby signalisiert, dass sie noch immensen Beratungsbedarf habe.

Die Interessengemeinschaft der Hundehalter hat deshalb ein 20-seitiges Positionspapier erstellt, das sie am Mittwoch den Fraktionen ebenso wie dem Oberbürgermeister, dem Ordnungsamt und dem Kämmerer hat zukommen lassen. Darin wird als Einstieg auf die Bedeutung des Hundes als Sozialpartner nicht nur für ältere Menschen, sondern auch für Familien mit Kindern und Singles allgemein hingewiesen. Der Kämmerer plant, die Steuer für einen Hund von 101,20 auf 125 Euro, für zwei Hunde von je 117,70 auf 150 und für drei oder mehr Hunde von 134,20 auf 170 Euro je Hund zu erhöhen. Außerdem sollen Ermäßigungen für Personen, die Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter, bei Erwerbsminderung oder Arbeitslosengeld II erhalten, komplett gestrichen werden. Die Hundelobby lehnt den Wegfall entschieden ab.

Auch die „Strafbesteuerung von sogenannten Kampfhunden“ lehnen Rühl und seine zahlreichen Mitstreiter als nicht zielführend ab. „Es gibt in der Tat eine kleine, aber hochgefährliche Szene der Hundekampf-Mafia. Man kann sie aber nicht mit Steuern bekämpfen, weil sie eh keine zahlen, sondern nur mit rigiden polizeilichen Maßnahmen bekämpfen“, betont Rühl. Deshalb diskriminiere die geplante Erhöhung diejenigen, die problemlos Tiere diese Rassen halten und zwinge sie notfalls aus Kostengründen, ihren Hund im Tierheim abzugeben. Das überfordere wiederum finanziell das Tierheim.

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