Hundelobby will Runden Tisch zum Thema anstoßen.

Tiere
Frank Rühl von der Hundelobby setzt auf Aufklärung.

Frank Rühl von der Hundelobby setzt auf Aufklärung.

Hunde lieben es, zu spielen und zu rennen. Doch auch auf Freilaufflächen müssen sie auf ihren Besitzer zu jeder Zeit hören.

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Frank Rühl von der Hundelobby setzt auf Aufklärung.

Krefeld. Hundehaltung ist vor allem in der Stadt ein Reizthema. Die einen regen sich auf über freilaufende, nicht erzogene Vierbeiner in Parks und Wald, die in Extremfällen eine Gefahr für andere Tiere oder gar Menschen darstellen – und überall ihren Kot hinterlassen. Verantwortungsbewusste Hundehalter ärgern sich umgekehrt über Vorurteile oder Anfeindungen, denen sie ausgesetzt sind. „Die Einführung eines Hundeführerscheins könnte eine Lösung sein“, sagt Frank Rühl.

Statt über drastische Steuererhöhungen die Haltung von Hunden zu reglementieren, möchte der Sprecher der Hundelobby beim Zusammenleben von Nicht-Hundehaltern und Hundehaltern ansetzen. Das will er verbessern. Und dazu bedarf es Menschen, die ihre Tiere im Alltag allzeit und allerorts unter Kontrolle haben – ob mit oder ohne Leine. „Es ist der falsche Weg, am Hund herumzudoktern, wenn er nicht hört, andere Menschen beim Spaziergang anspringt oder andere Geschlechtsgenossen anrüpelt. Es ist vielmehr der Halter, der sein Verhalten überprüfen und verändern muss“, erklärt der erfahrene Hundetrainer.

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Frank Rühl von der Hundelobby setzt auf Aufklärung.

Frank Rühl von der Hundelobby setzt auf Aufklärung.

Hunde lieben es, zu spielen und zu rennen. Doch auch auf Freilaufflächen müssen sie auf ihren Besitzer zu jeder Zeit hören.

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Hunde lieben es, zu spielen und zu rennen. Doch auch auf Freilaufflächen müssen sie auf ihren Besitzer zu jeder Zeit hören.

Deshalb setzt Rühl auf Aufklärung und Einführung eines Hundeführerscheins in Krefeld. In einer Prüfung müssten Hundehalter in typischen Alltagssituationen unter Beweis stellen, dass sie ihren Hund unter Kontrolle haben und er niemanden gefährdet. Außerdem sind Fragen über gesetzliche Regelungen, Lernverhalten und Kommunikation von Hunden, Verhalten des Besitzers in der Öffentlichkeit sowie Gesundheit und Aufzucht von Hunden richtig zu beantworten.

In einem zweiten Schritt schlägt Rühl vor, beispielsweise über die VHS verstärkt Seminare für Hundebesitzer oder angehende anzubieten, ähnlich wie Experte Martin Rütter in großen Sälen erklärt, wie Hunde ticken.

Die Stadt Berlin diskutiert derzeit die Einführung des Hundeführerscheins. Diese Diskussion wünscht sich Rühl auch hier. Dazu hat er bereits bei allen Fraktionen vorgefühlt. In den nächsten acht Wochen will die Hundelobby zum ersten Runden Tisch zu dem Thema einladen.

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