„Nebenkosten“ hätten sich auf 687 Euro belaufen.

Krefeld. Zum ersten Mal hat Jörg Wilmsen an einem Telefon-Gewinnspiel teilgenommen - propagiert von einem privaten TV-Sender - und prompt gewonnen: Einen einwöchigen Aufenthalt in einem Fünf-Sterne-Hotel in Dubai. Die Freude beim Krefelder war zunächst groß. Als aber Gutschein und Unterlagen eintrafen, entpuppte sich der Gewinn als ziemlicher Reinfall.

Jörg Wilmsen hatte seinen Urlaub für 2010 bereits im vergangenen Jahr geblockt - für Ende Juli/Anfang August. Obwohl es dann am Arabischen Golf unerträglich heiß ist, hätte der Single einen "Saison-Zuschlag" von 89 Euro zahlen müssen, ferner 199 Euro Einzelzimmerzuschlag und 399 Euro für Flug und Transfer zum Al Hamra Village Golf Resort. Denn das liegt auch nicht in Dubai, sondern anderthalb Busstunden weiter nördlich in Ras al Khaimah an der Straße von Hormuz. Immerhin wäre ein Tagesausflug in die Wirtschaftsmetropole der Emirate mit dem höchsten Bauwerk der Welt, dem gut 800 Meter hohen Burj Khalifa, inklusive gewesen.

"Sie müssen den Gutschein ja nicht nutzen. Sie können ihn auch wegwerfen."

Wilmsen rechnete kurz nach und kam auf eine Eigenbeteiligung von 687 Euro für ein Urlaubsziel, das er nie selbst in Erwägung gezogen hätte. Im Internet fand er innerhalb weniger Minuten ein Pauschalangebot eines großen deutschen Reiseveranstalters mit Flug zur selben Zeit zum selben Hotel für 742 Euro. Somit war der Netto-Gewinn auf ganze 55 Euro geschrumpft. Der "Saison-Zuschlag" wäre übrigens bis auf eine Woche (27. Mai bis 3. Juni) immer fällig geworden.

Als der Krefelder nach mehreren Versuchen und halbstündigem "Genuss" einer Bandansage beim Münchener Reiseveranstalter nachfragte, stieß er dort auf "einen wenig motivierten" Mitarbeiter. Der habe ihm schließlich den "Tipp" gegeben: "Sie müssen den Gutschein ja nicht nutzen. Sie können ihn auch wegwerfen." Was Jörg Wilmsen nun auch tun wird.

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