Am Sonntag hat das Wasser im Rhein in Uerdingen eine kritische Grenze übertreten. Die Stadt warnt davor, dass betroffene "Untere Werft" zu betreten.

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Dirk Jochmann

Krefeld. Seit Mitte Dezember steigt das Wasser im Rhein, am Sonntag hat es in Uerdingen eine kritische Grenze übertreten. Wenn der Pegel dort neun Meter erreicht, wird das Untere Werft überflutet. Am Freitagmorgen um fünf Uhr hatte das Wasser in Uerdingen bereits eine Höhe von 8,26 Metern, in den vergangenen Wochen sei es langsam, aber stetig angestiegen, erklärt Hafenmeister Peter Plarre. „Wenn es einmal oben ist, dann geht es auch so schnell nicht wieder runter – dramatisch ist das aber nicht.“

Die Untere Werft in Krefeld-Uerdingen wird seit Sonntag langsam überflutet. "Der Pegel liegt hier jetzt circa bei 9,45 Metern", sagt Hafenmeister Peter Plarre am Montagmorgen.

Warnung vor "Absturz- und Lebensgefahr"

Die Stadt hatte bereits vor dem Wochenende davor gewarnt, das dem Deich vorgelagerte Stück zu betreten, "da die Kante zum Rhein bei Überflutung nicht erkannt werden kann, besteht Absturz- und damit Lebensgefahr".  Der Zugang ist laut Hafenmeister Plarre mit Gittern abgesperrt worden. Nach den bisherigen Wettervorhersagen rechne er damit, dass der Pegel noch bis Donnerstag ansteigen könnte und dann langsam zurückgeht. Das Uerdinger Rheintor ist schon vor Weihnachten geschlossen worden. Dass das Wasser bis dorthin ansteigt, sei aber eher unwahrscheinlich. Das sei bei einem Pegel um zehn Meter der Fall.

Hochwasserrisiko bestehe erst seit der vergangenen Woche. Denn vor allem Sturm Burglind habe nicht nur für Wind, sondern auch für heftigen Regen in der Rheinstadt gesorgt – dazu das warme Wetter, das vielerorts den Schnee zum Schmelzen und in Form von Wasser über Nebenflüsse wie Mosel und Donau in den Rhein bringe. Plarres Prognose: „Wenn man dem Wetterbericht glauben kann, dann wird der Rheinpegel noch bis Donnerstag leicht steigen und dann abfallen.“ ckd/pasch

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