Der Campus bekommt Zuwachs, mehr Platz für Studenten.

Einen großen Erweiterungsbau erhält die Hochschule Niederrhein in Krefeld. Am Montag erfolgte der Startschuss mit dem ersten Spatenstich.
Einen großen Erweiterungsbau erhält die Hochschule Niederrhein in Krefeld. Am Montag erfolgte der Startschuss mit dem ersten Spatenstich.

Einen großen Erweiterungsbau erhält die Hochschule Niederrhein in Krefeld. Am Montag erfolgte der Startschuss mit dem ersten Spatenstich.

Jochmann

Einen großen Erweiterungsbau erhält die Hochschule Niederrhein in Krefeld. Am Montag erfolgte der Startschuss mit dem ersten Spatenstich.

Krefeld. Der erste Spatenstich für den Erweiterungsbau der Hochschule Niederrhein (HN) an der Krefelder Obergath ist erfolgt. Dort, wo sich einst Kleingärten befanden, bekommt der Campus Zuwachs durch das dringend erforderliche neue dreigeschossige Haus, denn der doppelte Abiturjahrgang naht.

Am Montag flog der Sand beim Spatenstich von den Schippen, perlte der Sekt im Glas. Dass der Baubeginn im kommenden Mai mit mehr als einem halben Jahr Verspätung stattfindet, wird nur am Rande erwähnt, ebenso wie die Tatsache, dass die Kleingärtner aus der WZ erfahren mussten, dass sie ihre Parzellen räumen mussten.

Die Vorfreude, dass es endlich losgeht, überwiegt. Kommentar von Hochschulpräsident Hans-Henning von Grünberg: „Der Modulbau kommt später als von uns ursprünglich erhofft, aber auf keinen Fall zu spät.“

Die Fertigstellung ist für den Sommer 2014 geplant

Die künftigen Studentenzahlen sollen diese Aussage belegen: Derzeit lernen in den ansässigen Fachbereichen Elektrotechnik und Informatik, Maschinenbau und Verfahrenstechnik, Wirtschaftsingenieurwesen sowie Gesundheitswesen insgesamt 4112 junge Menschen.

Zum Wintersemester 2013/14 werden es 4630 sein, im Jahr darauf sogar rund 5000. Dann komme der doppelte Abi-Jahrgang an, dann sei das neue Gebäude nutzbar. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2014 vorgesehen.

„Das neue Gebäude wird zum Bindeglied zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.“

Dieter Porschen, IHK-Hauptgeschäftsführer

Der Erweiterungsbau ist das bislang einzige Gebäude, das die Hochschule Niederrhein komplett selbst baut. Bisher war bei Neubauten für diese Hochschule stets der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Bauherr. Möglich wird das durch die Hochschulpaktmittel, die der Hochschule vom Bund zur Verfügung gestellt werden.

Demnach erhält die Hochschule in den Jahren 2013 bis 2018 über 93 Millionen Euro im Rahmen des Hochschulpakts II. Mit dieser Vereinbarung wird den Hochschulen des Landes jeder zusätzlich aufgenommene Studienanfänger mit jeweils 20 000 Euro vergütet. Der Großteil dieser temporären Mittel fließt in den Bereich Personal. So baut die Hochschule Niederrhein ihre Professuren bis zum Ende dieses Jahres auf 255 aus.

Die Verzögerung für den Baustart war eingetreten, weil der Verwaltungsrat des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW (BLB) dem Erbbaurechtsvertrag, der zwischen dem BLB als Eigentümer des Baufeldes und der Hochschule Niederrhein geschlossen werden musste, zuerst zustimmen musste.

Der Modulbau erweitert die Hochschule Niederrhein in Krefeld in westlicher Richtung entlang der Obergath. Von der vierspurigen Ausfallstraße wird der Neubau mit 4333 Quadratmetern Nutzfläche gut sichtbar sein. Der Anschluss an die bestehenden Bauten soll anhand einer großzügigen Grünfläche erfolgen. Diese findet ihre Fortsetzung im 324 Quadratmeter großen Innenhof des Gebäudes, der künftig kommunikativer Mittelpunkt der Hochschule sein soll.

Hochschulpräsident Hans-Hennig von Grünberg entführt die Besucher in seiner launigen Rede zum 22. September 2014. Er erklärt, wie es dann im Neubau der HN aussehen wird: „Ich sehe gut gelaunte Dekane und fröhliche Studierende, die hinter der großen Glasfront im eleganten Mobiliar Kaffee trinken, an Hightech-Apparaturen arbeiten und im Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen sowie im neuen ,SWK-Energiezentrum E2 – Lehr und Forschungszentrum für Energiemanagement und Energietechnik‘ ‘, lernen.“

Und weiter: „Mit diesem 15,4 Millionen teuren Neubau brechen wir als University of Applied Sciences in die eigene Zukunft auf. Die jungen Leute gucken sich ihren Campus an, bevor sie sich einschreiben.“

Krefelds Bürgermeisterin Monika Brinner sieht die Erweiterung als Fortsetzung der Hochschul-Erfolgsgeschichte. Die Einrichtung habe eine zunehmende Bedeutung für die Stadt.

Waltraut Kreutz-Gers, Abteilungsleiterin im NRW-Ministerium für Wissenschaft betont, die Hochschule leiste den entscheidenden Beitrag, um künftigen Herausforderungen gerecht zu werden. SWK-Vorstand Carsten Liedtke freut sich, mit dem neuen Energiezentrum etwas Besonderes zu schaffen. Und IHK-Hauptgeschäftsführer Dieter Porschen erklärt: „Das neue Gebäude wird zum Bindeglied zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.“

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