Seit September 2017 ist das Team mit der Entwicklung des „RS-18c“ beschäftigt gewesen. Der Rennwagen ist schnell und soll am 14. Juli in Varano an den Start gehen.

Seit September 2017 ist das Team mit der Entwicklung des „RS-18c“ beschäftigt gewesen. Der Rennwagen ist schnell und soll am 14. Juli in Varano an den Start gehen.
Das Team der Hochschule Niederrhein hofft auch in diesem Jahr auf eine gute Platzierung.

Das Team der Hochschule Niederrhein hofft auch in diesem Jahr auf eine gute Platzierung.

Andreas Bischof

Das Team der Hochschule Niederrhein hofft auch in diesem Jahr auf eine gute Platzierung.

Süd. Der Heckspoiler sticht ins Auge. Windschnittig ist der neue Rennwagen der Hochschule Niederrhein, den die 40 Studenten in ihrer Werkstatt und am PC seit September 2017 entwickelt und fertiggestellt haben. RS-18c heißt er, ist 180 Kilogramm schwer und bringt es auf die Höchstgeschwindigkeit von 104 Stundenkilometern.. Ein neues Dämpfersystem haben die Studierenden entwickelt, ein neues Getriebe. Bis auf die Reifen und den Motor wurde fast alles in Eigenregie gebaut. Frontflügel, Heckflügel und Diffusor verleihen dem kleinen Wagen den rennsportlichen Charakter. Die letzten Feinheiten wurden in der vergangenen Woche noch vorgenommen. Das Team hat lange getüftelt, ein Computer hat viel berechnet. Am Freitagabend war die Präsentation im Foyer der Hochschule Niederrhein, die mit mehr als 500 Hochschulen weltweit in der Formula Student konkurriert. Das ist ein renommierter Konstrukteurswettbewerb, in denen man sich in verschiedenen Disziplinen misst. Die Endgeschwindigkeit ist dabei nicht primär bedeutend, nur in einer von vier Wettbewerben, wie Teamleiter Jannik Holm sagt: „Wir haben den Antrieb auf den Wagen abgestimmt, die Übersetzung geändert. Das neue Aerodynamik-Paket bringt bessere Ergebnisse. Wir können damit schneller durch die Kurven fahren. Der Wind drückt den Wagen runter.“

Unter der Haube steckt ein Vier-Takter mit einem Zylinder

So entsteht bessere Bodenhaftung bei hohem Tempo, ein größerer Anpressdruck. Der RS-18c ist ein Verbrennungsmotor, ein Vier-Takter mit einem Zylinder und etwa 52 PS. 18 Kilogramm Abtrieb schafft der Wagen laut dem Technischen Leiter Kevin Pokorra bei 30 Stundenkilometern: „Das ist für uns ein solider Wert“, sagt er. Nur die 40 Studenten dürfen am Fahrzeug schrauben. Die Gelehrten wie Professor und Projektbetreuer Michael Heber dürfen nur beratend Einfluss nehmen, schrauben ist für sie verboten.

Der Wagen hat eine Verkleidung aus Carbon

Das Aeropaket hat die meiste Zeit in Anspruch genommen in den vergangenen Monaten. Damit betraten die Studierenden Neuland, anders als bei den Rennwagen in der vergangenen Jahre. Zu diesem Zweck wurde eigens sogar die Baugruppe „Aerodynamik“ unter der Leitung von Marvin Worthmann ins Leben gerufen. Vor allem die verschiedenen Fertigungen und die Verkleidung aus Carbon. Ein fünfstelliges Budget hatte das Team zur Verfügung, unterstützt außerdem von Sponsoren. Cristian Delgado, Kommunikationsleiter der Mannschaft, sagt: „Wir haben Material verbaut, das einen Wert wie ein Oberklasse-Sportwagen hat.“ Professor Michael Heber ist angetan vom RS-18c: „Der Wagen ist schön, handwerklich gut. Ich bin mal gespannt, wie er sich auf der Strecke schlägt. Die Anderen werden ja leider auch immer besser.“ Am 11. Juli ist der Auftakt der Rennserie in Varano.

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