Ende Februar wird in Krefeld eine Selbsthilfe- Gruppe gegründet

Krefeld. Die Angst vor dem Umgang mit anderen Menschen beginnt für die heute 51-Jährige bereits in der Kindheit. Sie ist schüchtern, fühlt sich minderwertig und einsam. Bei Ansprache sind Erröten, Zittern, Stottern oder Herzklopfen die Folge.

Etwa fünf bis zehn Prozent der Menschen sind einmal im Leben von sozialen Ängsten betroffen. Treten diese Ängste vermehrt auf, sprechen Fachleute von der "sozialen Phobie". Damit sich Betroffene austauschen können, wird Ende Februar eine Selbsthilfegruppe gegründet.

"Es sind meist sensible, sehr empfindsame Menschen von dieser krankhaften Angst befallen", sagt Anne Behnen von der Selbsthilfe-Kontaktstelle. "Damit sie sich überhaupt in der Gruppe treffen können, müssen sie eine therapeutische Begleitung haben oder gehabt haben."

Für die 51-Jährige hat die Tochter lange Zeit alles geregelt. "Ich habe mit sechs Jahren bemerkt, dass meine Mutter nicht war wie die anderen Mütter. Bei uns gab es nie Besuch, Spielkameraden durften nicht kommen. Wir sind oft allein mit dem Hund im Wald spazieren gegangen." Die Tochter wurde mit der Zeit zur Therapeutin. "Meine Mutter ist jetzt auf dem Weg der Besserung, in therapeutischer Behandlung und hat eine Logopädin."

Selbsthilfegruppe "Soziale Phobie", Ruf 96 19 025

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer