Buchungen ohne Vorbehalt möglich.

Protest
Eine Idylle im Grünen: Das der Stadt Krefeld gehörende Schullandheim in Herongen gibt es seit 64 Jahren.

Eine Idylle im Grünen: Das der Stadt Krefeld gehörende Schullandheim in Herongen gibt es seit 64 Jahren.

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Eine Idylle im Grünen: Das der Stadt Krefeld gehörende Schullandheim in Herongen gibt es seit 64 Jahren.

Krefeld. Das Krefelder Schullandheim Herongen bleibt im Schuljahr 2015/16 geöffnet und kann somit Buchungen für diesen Zeitraum ohne Vorbehalt annehmen. Das hat der Rat mit den Stimmen von SPD, Grünen, Linken und Partei-Piraten gestern Abend beschlossen.

Im Rahmen der anstehenden Etatberatungen soll dann die Entscheidung fallen, wie es danach weitergeht. Investitionen sollen nur getätigt werden, wenn es aus Sicherheitsgründen nötig erscheint. Zudem soll die Verwaltung ein Konzept für eine mögliche Preiserhöhung vorlegen.

Auf den Vorschlag der CDU, das Thema in Ruhe in der Arbeitsgruppe Haushalt mit dem Kämmerer zu beraten und dann erst zu entscheiden, wollte sich die Mehrheit nicht einlassen. Auch das Argument der FDP, man würde auf diese Weise die Etatberatungen vorwegnehmen, verfing nicht.

Oberbürgermeister berichtet von drei Kaufinteressenten

Während die CDU auf die sinkende Auslastung und die hohe Zahl der Nicht-Krefelder Gäste verwies, pochten die Befürworter darauf, dass Buchungen unter Vorbehalt zu einem sofortigen Leerstand des Hauses führen würden.

Die Belegungszahlen sind von über 19 000 in 1994 auf gut 13 000 in 2013 gesunken. Der Anteil Krefelder Schüler betrug 1994 noch über 10 000, voriges Jahr waren es gut 6000. Die Unterhaltskosten betragen knapp 300 000 Euro pro Jahr. Hinzu kommt ein Investitionsbedarf, den die FDP auf eine viertel Million Euro schätzt.

Deshalb hatte die Verwaltung das Landheim auf die Prüfliste gesetzt, einen Verkauf in Erwägung gezogen. Das wiederum hatte den Förderverein auf den Plan gerufen (die WZ berichtete). Nach Aussagen von Oberbürgermeister Gregor Kathstede haben sich bereits drei Kaufinteressenten gemeldet. Allerdings habe es noch keine Gespräche gegeben. dag

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