Klinik-Anbau in Hüls ist fertig. ArbeitendauernbisEnde2011.

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Blick in eines der Zimmer im neuen Anbau der Helios Klinik Hüls. Am Wochenende wurde Eröffnung gefeiert.

Blick in eines der Zimmer im neuen Anbau der Helios Klinik Hüls. Am Wochenende wurde Eröffnung gefeiert.

Dirk Jochmann

Blick in eines der Zimmer im neuen Anbau der Helios Klinik Hüls. Am Wochenende wurde Eröffnung gefeiert.

Krefeld. Noch vor wenigen Jahren hat Hanni Bartsch mit der Kerze in der Hand gegen die Schließung des Cäcilien-Hospitals in Hüls demonstriert. "Jetzt ist es um so schöner, dass wir den Ausbau der Helios Klinik Hüls feiern können", sagt die Seniorin, die sich beim Tag der offenen Tür "für später" im neuen Flügel des geriatrisch ausgerichteten Hauses umsieht.

In nur einem halben Jahr - Grundsteinlegung war im August - hat die Geschäftsführung den 2,4 Millionen teuren zweigeschossigen Anbau für 48 Betten errichten lassen. "Ende der Woche, nach der Bauabnahme, werden die Patienten des rechten Altbau-Flügels hier einziehen", sagt Verwaltungsleiter Florian Nachtwey. "Dann werden wir den leer geräumten Bereich sanieren. Danach kommt der linke Flügel des alten Hauses an die Reihe." Ende 2011 soll alles fertig sein. Dann hat Helios insgesamt 18 Millionen für die Klinik samt einem dritten OP-Saal und neuer Außengestaltung investiert.

"Es ist ein Neubau mit Symbolkraft, der mit einem großen Motivationsschub, nicht nur für mich, sondern auch für die Mitarbeiter der Abteilung verbunden ist", sagt Dr. Thomas Zeile. Er hat im August die Leitung der Abteilung für Akutgeriatrie und Frührehabilitation an dieser Klinik übernommen.

Frank Richter und seine Frau Christel Thuleweit-Richter informieren sich für die Mutter, die einer täglichen Betreuung bedarf. "Es gefällt uns auf Anhieb", erklären sie. "Es ist hell und freundlich, sieht mit den schönen Farben gut aus. Wir möchten ihr die Lebensqualität erhalten."

Hierfür steht seit 2001 die geriatrische Tagesklinik zur Verfügung. Zwölf Plätze gibt es. Jeden Morgen holt ein vom Haus gecharterter Bus die Patienten von ihren Wohnungen oder Pflegeheimen ab, fährt sie zur Klinik und bringt sie abends gegen 16 Uhr wieder nach Hause. Ziel ist es, die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit der Patienten zu erhalten und damit auch die Fähigkeit, sich selbst zu versorgen.

Klaus und Ute Daniels sind Internist und Allgemeinmedizinerin, "Zuweiser" aus Moers und kennen die Klinik noch aus alten Zeiten. "Hier gab es auf der Abteilung einst zwei Toiletten und eine Dusche für 30 Patienten, Männer und Frauen", erinnern sie sich mit einem Lächeln. "1999 wurden weitere fünf Duschen eingebaut. Dieser Neubau ist heute geriatrisch gerecht", sagen die Fachleute und deuten auf das Telefon mit Riesenziffern und das barrierefreie Bad in jedem Zimmer. "Dass das Personal hingegen genauso liebevoll und positiv arbeitet wie früher, daran zweifeln wir nicht."

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