Das Technische Hilfswerk unterstützt Feuerwehr und Polizei bei Notfalleinsätzen.

Krefeld. Wenn man sie braucht, sind sie da – die ehrenamtlichen Helfer vom Technischen Hilfswerk in Krefeld. Oft sind es Einsätze bei Notfällen. „Unser traurigster Auftrag im letzten Jahr war bei der Love-Parade in Duisburg, allerdings nur in Bereitschaft“, sagt Sascha Bömken, stellvertretender Ortsbeauftragter des THW in Krefeld beim Neujahrsempfang.

Der Ortsverband verfügt über Bergungsgruppen und Fachgruppen, die zum Beispiel bei Hochwasser Keller leer pumpen oder die Stromversorgung sicherstellen und Gefahrenstellen ausleuchten – wie etwa bei der brennenden Halle der Schreinerei Lohmann vor einem Jahr.

„Oft sind es Feuerwehr und Polizei, die uns zu ihren Einsätzen hinzu bitten“, so Bömken. Der Hilferuf kommt aber auch in Fällen, in denen es nicht um Katastrophen geht. Unter anderem wurde bei den British Days ein Steg für die Notfallversorgung über den Graben der Burg Linn gelegt und die Galopprennbahn für ein Rennen künstlich beregnet.

Für die Aufgaben stehen dem THW in Krefeld 120 aktive Mitglieder zur Verfügung sowie 60 weitere Helfer einschließlich einer Gruppe von 23 Jugendlichen. Jugendbetreuer Ulf Lippe ist stolz auf den Nachwuchs zwischen 10 und 17 Jahren, der spielerisch an die Aufgaben herangeführt wird.

Ortsbeauftragter Kai-Uwe Hannover sucht über das Bundesamt für Immobilien derzeit eine neue Liegenschaft. Zum einen seien Hallen und Zufahrten an der Parkstraße und an der Emil-Schäfer-Straße zu eng, zum anderen wäre ein Standort statt der bisher drei effizienter.

Die Ortsgruppe des Technischen Hilfswerks ist seit 1952 in Krefeld und wird finanziell vom Bund durch einen Jahresetat unterstützt. Rund 120 aktive ehrenamtliche Helfer unterstützen Polizei und Feuerwehr in Notfällen mit technischem Gerät und zwölf Fahrzeugen.

Eine Zusammenarbeit besteht mit verschiedenen Partnern, zum Beispiel mit dem Deutschen Roten Kreuz, dem Malteser Hilfsdienst, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft und der Rettungshundestaffel der Polizei.

An der Siempelkampstraße gibt es noch ein Übungsgelände. Dort findet die Ausbildung von Feuerwehranwärtern und Krankenschwestern zur Rettung aus Trümmern statt.

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