Per Knopfdruck wird im Notfall der sofortige Kontakt zur Zentrale der Caritas hergestellt.

Per Knopfdruck wird im Notfall der sofortige Kontakt zur Zentrale der Caritas hergestellt.
Ein Hausnotruf kann auch mit einem zusätzlichen Handsender kombiniert werden. Archiv

Ein Hausnotruf kann auch mit einem zusätzlichen Handsender kombiniert werden. Archiv

S. Tesche-Hasenbach

Ein Hausnotruf kann auch mit einem zusätzlichen Handsender kombiniert werden. Archiv

Krefeld. Wenn Angehörige weit weg wohnen, ist es beruhigend und kann im Notfall lebensrettend sein, wenn alleinstehende Senioren in ihrer eigenen Wohnung einen Notrufdienst nutzen. In der dunklen Jahreszeit bietet der Hausnotruf der Caritas zusätzlich Schutz vor ungebetenen Gästen und Trickbetrügern. Kürzlich erhielt eine Caritas-Kundin einen Anruf von einem falschen Polizisten, aber mit dem Hausnotruf-Dienst im Hintergrund fühlte sie sich sicher und konnte souverän darauf reagieren.

„Der Hausnotruf gibt mir eine unwahrscheinliche Sicherheit, auf die ich nicht mehr verzichten möchte.“

Irmgard K., Nutzerin des Dienstes

„Manche Senioren drücken unseren Notrufknopf, wenn sie ungewohnte Geräusche aus dem Keller hören oder sich ein Besucher an der Tür nicht abwimmeln lässt – auch das trägt zur Sicherheit bei und ist für uns als Dienstanbieter völlig in Ordnung“, sagt die Leiterin des Dienstes, Katja Klein. Von einer Kundin erfuhr sie kürzlich von einem neuen, dreisten Trick, bei dem sich ein Anrufer als Kommissar ausgab und gezielt nachfragte, ob die ältere Dame allein wohne.

„Eine unserer Hausnotruf-Teilnehmerinnen hat clever reagiert: Sie hat laut nach ihrem Sohn gerufen und zur Sicherheit den Hausnotruf-Knopf gedrückt. Der Anrufer nahm an, der Sohn befände sich in der Wohnung und beendete plötzlich das Telefonat“, schildert Katja Klein. Die Seniorin habe dann von sich aus bei der Polizei angerufen und sich erkundigt, ob man sie habe sprechen oder besuchen wollen. Dort habe sie dann erfahren, dass Betrüger leider solche Anrufe zur Kontaktaufnahme nutzen und sich als Polizisten ausgeben.

Auch gibt es laut Polizei Betrüger, die eine unangemeldete städtische Rauchmelder-Kontrolle vortäuschten, um so in die Wohnung zu kommen. Eine solche Kontrolle existiert nicht. „Der Hausnotruf gibt mir eine unwahrscheinliche Sicherheit, auf die ich nicht mehr verzichten möchte“, sagt die 80-jährige Irmgard K. nach diesem Erlebnis. Rund 750 Senioren in Krefeld und Meerbusch nutzen zurzeit den Dienst der Caritas Krefeld. Im Notfall verbindet auf Knopfdruck moderne Technik die private Wohnung mit der Caritas Zentrale. Von dort wird zu jeder Zeit an 365 Tagen im Jahr geholfen. Über einen Funksender kann das Notruf-Gerät von jeder Stelle aus in der Wohnung angewählt werden.

In diesem Jahr sind bis Ende November rund 560 Notrufe in der Zentrale der Caritas eingegangen. Vielfach reicht es, wenn die Angehörigen oder ein Pflegedienst informiert werden. Aber 145-mal musste der Rettungsdienst gerufen werden, in zehn Fällen sogar der Notarzt. „Die Angehörigen und die Senioren selbst können sicher sein, dass im Notfall schnell geholfen wird. Das ist eine enorme Entlastung und trägt dazu bei, dass Menschen im Alter länger in den eigenen vier Wänden leben können“, sagt Katja Klein.

Die Kosten für einen Hausnotruf sind vergleichsweise gering. Der Basistarif beginnt bei rund 18 Euro im Monat. Bereits für diese Summe kann für die Senioren ein großes Maß an Sicherheit erreicht werden.

Ein Dienst, der sich auch zu Weihnachten als sinnvolles Geschenk anbietet. Katja Klein informiert mit ihrem Team über die verschiedenen Varianten, die der Caritas Hausnotruf bietet. Nähere Informationen zu den Angeboten und den Kosten gibt es bei der Caritas Krefeld im Hansa-Haus oder unter der Telefonnummer 65 45 92 sowie im Internet. unter caritas-krefeld.de. Red

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