Auf den neuen Citymanager wartet eine Menge Arbeit. Damit die Fußgängerzone nicht künftig am Südwall endet, braucht die südliche Innenstadt dringend neue Ideen und Unterstützung. Mit dem Hansa-Centrum als Einkaufs-Tor zur Innenstadt, Saturn als Kundenmagnet und kleinen vorwiegend von ausländischen Mitbürgern geführten Geschäften bietet dieser Teil das Pendant zur nördlichen Fußgängerzone.

Dass Edeka und der Drogeriemarkt das Hansa-Centrum verlassen, ist für die Anwohner des Viertels zunächst einmal ein Schlag. An der Miete soll es laut Werbegemeinschaft nicht liegen. Die sei seit dem Besitzerwechsel 2006 nicht erhöht worden. Dafür aber am Umsatzrückgang an diesem Standort, wie Vertreter beider Filialketten bestätigen. Die Wirtschaftskrise macht eben nicht vor den Toren Krefelds Halt.

Als die niederländische Investoren-Gruppe vor zweieinhalb Jahren das Center gekauft hat, waren die gute Lage der Immobilie und die gute Besucherfrequenz der ausschlaggebende Grund. Hier steht die Stadt in der Pflicht. Doch trotz zahlreicher Konzepte und Vorschläge vom Aktivkreis südliche Innenstadt ist hier in den letzten Jahrzehnten seitens der Seiten kaum etwas passiert.

Weiterhin zerfällt unaufhaltsam das alte Stadtbad, die Straßenführung des Südwalls schneidet nicht nur optisch die Fußgängerzone in zwei Teile und die Umgestaltung der Neußer Straße lässt auf sich warten. Keine gute Voraussetzung für den dortigen Handel, der mit der Teilnahme an den Krefelder Samstagen und der Straßenmodenschau versucht, eigene Akzente zu setzen.

Die geplante Umgestaltung des Platzes vor dem alten Sinn-Haus ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Der neue Citymanager sollte des weiteren auf die ausländischen Mitbürger zugehen, denen im Viertel zahlreiche Häuser gehören. Wenn Menschen sich in ihrem Quartier wohlfühlen, nutzen sie auch die dortigen Einkaufsmöglichkeiten. Dann stimmt auch bei den Mietern im und rund ums Hansa-Centrum wieder der Umsatz.

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