Der VRR gab am Dienstag die Zusage für eine Förderung von mehr als neun Millionen. Nach dem Umbau dürfen Autofahrer neben der Haltestelle nur noch Temo 10 fahren.

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So soll die mit einem Glasdach versehene Bahnhaltestelle Rheinstraße auf dem Ostwall künftig aussehen. Sie wird für 20,7 Millionen Euro bis zum Frühjahr 2013 umgebaut. Die Autos dürfen neben der Haltestelle künftig nur noch mit Tempo 10 fahren. (Repro: Dirk Jochmann)

So soll die mit einem Glasdach versehene Bahnhaltestelle Rheinstraße auf dem Ostwall künftig aussehen. Sie wird für 20,7 Millionen Euro bis zum Frühjahr 2013 umgebaut. Die Autos dürfen neben der Haltestelle künftig nur noch mit Tempo 10 fahren. (Repro: Dirk Jochmann)

So soll die mit einem Glasdach versehene Bahnhaltestelle Rheinstraße auf dem Ostwall künftig aussehen. Sie wird für 20,7 Millionen Euro bis zum Frühjahr 2013 umgebaut. Die Autos dürfen neben der Haltestelle künftig nur noch mit Tempo 10 fahren. (Repro: Dirk Jochmann)

Krefeld. Ende 2011 soll mit den Bauarbeiten an der Straßenbahn-Haltestelle Rheinstraße auf dem Ostwall begonnen werden. Der endgültigen Schließung der Unterführungen an St.-Anton- und Rheinstraße wird etwa im zweiten Quartal 2012 die Installation eines 120 Meter langen und vier Meter hohen Glasdachs folgen. Das überspannt den Wartebereich, der in der Mitte zwischen Richtung Süden und Norden führenden Gleise liegen wird. Die Kosten für den "zweiten Bauabschnitt Ostwall" beziffert Baudezernent Thomas Visser mit 20,7Millionen Euro.

Förderung des VRR in ungewöhnlicher Höhe

Seine Förderzusage über exakt 9 161 800 Euro überbrachte der Vorstandssprecher des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR), Martin Husmann, am Dienstag Oberbürgermeister Gregor Kathstede persönlich. "So hohe Förderungen gibt es bei uns nicht alle Tage", sagte Husmann, der auch an die Bezuschussung der Hybridbusse erinnerte, die künftig bei den Stadtwerken rollen werden: "Das ist sicherlich eine wesentliche Hilfestellung in der Umweltzone." Den Umbau der Haltestelle bezeichnete der VRR-Chef als Investition ins Stadtbild.

Unterführungen werden zum Jahreswechsel geschlossen

Ein erster Vorbote des Umbaus wird die Schließung beider Ostwall-Unterführungen sein. "Das geschieht zunächst provisorisch", so Visser. Es würden aber sämtliche Zugänge so abgesichert, dass niemand mehr hineinkäme.

Die öffentliche Toilettenanlage an der Rheinstraße wird dann zum Jahreswechsel ebenso geschlossen wie der Tiefgaragenausgang des Seidenweberhauses in die Unterführung St.-Anton-Straße. Mit Abschluss aller Arbeiten werde letztlich nicht mehr erkennbar sein, wo sich einmal Treppen befanden. "So wie vor dem Hauptbahnhof", erinnerte Visser an die einstige Unterführung, die dort verschlossen worden war.

Zunächst wird mit der Umgestaltung der östlichen Rheinstraße begonnen, bevor die Haltestelle und Umgebung auf einer Länge von insgesamt 240 Metern umgestaltet werden. In diesem Zug muss auch die Statik der Unterführung Rheinstraße angepasst werden, da die K-Bahn künftig bis zum Horten-Haus durchfährt und dort wartet, bevor sie zur Rückfahrt nach Düsseldorf wieder in den Haltestellenbereich einfährt.

Zunächst wird ab März 2011 der Bereich zwischen Ostwall und Dampfmühlenweg umgebaut. Dann beginnt auch die europaweite Ausschreibung für den Umbau des Haltestellenbereichs, der in der Woche täglich von knapp 40.000 Menschen frequentiert wird, mehr als an jeder anderen Haltestelle.

Im vierten Quartal 2011 sollen die Unterführungen endgültig verschlossen werden. Arbeiten an Straße, Gleisen und dem Glasdach sollen im zweiten Quartal 2012 beginnen und im Frühjahr abgeschlossen sein.

Oberbürgermeister Gregor Kathstede erinnerte an die Diskussion, ob Glas-, Stahl- oder Textildach. Er ist sicher, dass die Bürger später begeistert sein und von einem "tollen Wurf" sprechen werden.

Die Haltestelle wird dabei so ausgelegt, dass die K-Bahn trotz breiterer Spur im gleichen Bereich einfahren kann wie die SWK-Züge. Beim Umbau werde auch darauf geachtet, dass die Niederflurtechnik der Krefelder Bahnen optimal ausgenutzt werden kann. Sprich: Es wird auf optimale Barrierefreiheit geachtet.

Autofahrer müssen künftig zwischen Neuer Linner und St.-Anton-Straße deutlich vom Gas gehen: Nach dem Umbau wird dort Tempo 10 gelten, während sonst auf dem Ostwall 30 km/h vorgeschrieben sind. Die Planer kündigten an, dass auch die Ampelschaltung optimiert werde, damit Fußgänger nicht mehr so lange warten müssen.

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