Rheinbahnnutzer haben sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, die Haltestelle Dießem an der Ritterstraße zu erhalten.

Rheinbahnnutzer haben sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, die Haltestelle Dießem an der Ritterstraße zu erhalten.
Der „wilde“ Parkplatz nördlich der Ritterstraße wird intensiv genutzt.

Der „wilde“ Parkplatz nördlich der Ritterstraße wird intensiv genutzt.

Von der Haltestelle Dießem biegen die Bahnen der U76 und der U70, die Krefeld und Düsseldorf verbinden, in die Ritterstraße ein. Fotos (2): abi

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Der „wilde“ Parkplatz nördlich der Ritterstraße wird intensiv genutzt.

Dießem. Die Rheinbahn-Haltestelle Dießem soll barrierefrei umgebaut werden. Dafür gibt es drei Optionen: an der jetzigen Stelle an der Neuen Ritterstraße, nördlich der Neuen Ritterstraße auf dem heute unbefestigten Park&Ride-Platz oder in Höhe des Fütingswegs mit kurzem Weg zum Alexianer an der Oberdießemer Straße.

Die Rheinbahn hat im November die befragt, die es direkt betrifft: ihre Fahrgäste. Das Ergebnis: Die Gutachter sprechen sich für einen Ausbau am jetzigen Standort aus. Allerdings empfehlen sie, den Weg vom Alexianer zur Haltestelle der U76 und U70 ab Antoniusplatz ebenfalls barrierefrei auszubauen und so einen Zugang von Süden zu schaffen. Was in jedem Fall gilt: Es sollte dafür gesorgt werden, dass genügend P&R- und Bike&Ride-Plätze zur Verfügung stehen.

Rheinbahnnutzer haben sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, die Haltestelle Dießem an der Ritterstraße zu erhalten.
Der „wilde“ Parkplatz nördlich der Ritterstraße wird intensiv genutzt.

Der „wilde“ Parkplatz nördlich der Ritterstraße wird intensiv genutzt.

Von der Haltestelle Dießem biegen die Bahnen der U76 und der U70, die Krefeld und Düsseldorf verbinden, in die Ritterstraße ein. Fotos (2): abi

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Von der Haltestelle Dießem biegen die Bahnen der U76 und der U70, die Krefeld und Düsseldorf verbinden, in die Ritterstraße ein. Fotos (2): abi

Auch Bürgerverein favorisiert Ausbau am aktuellen Ort

Der Bürgerverein Dießem kann die Empfehlung des Gutachters zufrieden zur Kenntnis nehmen. Er hatte sich ebenfalls für den barrierefreien Ausbau am jetzigen Standort ausgesprochen. Auf dem wilden Parkplatz stünden werktags 90 bis 100 Fahrzeuge, für die es kaum eine Alternative in der Umgebung gebe, würde die Haltestelle dorthin verlegt, argumentiert Vorsitzender Manfred Heigenfeld. „Die Haltestelle Dießem ist den Krefeldern bekannt und wird angenommen.“

Gegen Haltestellen am Fütingsweg oder am Antoniusplatz spreche, dass es „im weiten Umfeld keine Parkplätze gibt“. Angestellte der umliegenden Unternehmen wichen in die Wohngebiete aus, die werktags zwischen 6 und 19 Uhr zugeparkt seien. „Außerdem gibt es westlich der K-Bahn keine Bürgersteige“, sagt Heigenfeld, „und vermutlich müssten Kleingärten in der Anlage Ritterfeld aufgegeben werden.“ Einen besseren Anschluss des Klinikgeländes von Maria Hilf an den ÖPNV könne auch durch eine Verlegung der Buslinie aus und in Richtung Oppum erreicht werden, sagt Heigenfeld.

Umbau Haltestelle 716 Personen haben eine Stimme für einen der möglichen Standorte abgegeben: 37 Prozent votierten für den barrierefreien Ausbau des heutigen Standorts, fünf Prozent für den heutigen oder alternativ den P&R-Platz, 15 Prozent favorisierten eine Haltestelle auf dem Parkplatz nördlich der Neuen Ritterstraße und weitere 37 Prozent sprachen sich für einen Stopp am Fütingsweg aus. Sechs Prozent äußerten keine Präferenz. Fazit der Gutachter: „Fast 60 Prozent bevorzugen einen der nördlichen Standorte an der Ritterstraße.“

Buslinie 57 soll durch das Klinikgelände geleitet werden

Die Weichen wurden im städtischen Haushaltsplan gestellt, in dem Mittel für den Bau einer Ampel Dießemer Bruch/Klinikzufahrt vorgesehen sind. Ein wichtiges Signal für die Stadtwerke, sagt deren Sprecher Dirk Höstermann.

Im Gespräch sei, die Buslinie 57 von der Ritterstraße in die Oberdießemer Straße abbiegen zu lassen und über das Klinikgelände der Alexianer zum Dießemer Bruch und weiter Richtung Oppum zu führen – und umgekehrt. „Nachdem das Geld für die Ampel im Haushalt steht, werden wir noch in diesem Jahr Gespräche mit der Stadt führen und Vorschläge zur Linienführung machen“, sagt Höstermann. Unklar sei beispielsweise, wo genau der Bus übers Klinikgelände fahren könnte. Mit einer schnellen Umsetzung rechnet Höstermann nicht. „Frühestens in eineinhalb Jahren.“

Auch die Rheinbahn dämpft Hoffnungen auf einen zügigen barrierefreien Ausbau in Dießem. Die Haltestelle werde nicht so intensiv genutzt wie beispielsweise die vor dem Hauptbahnhof, zudem müssten noch umfangreiche Gespräche mit der Stadt Krefeld geführt werden. „Wünschenswert ist natürlich auch, dass eine Bedarfsampel den Zügen Vorrang einräumt, die auf die Ritterstraße einbiegen“, sagt Schuster. Das beschleunige die Bahnfahrt. Diese Signalisierung könnte parallel zum Umbau Dießem installiert werden. „Das ist unsere Empfehlung und unser Ziel.“

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