Die Gesamtschule Maria-Montessori setzt auf internationale Schwerpunkte,

Die „13er“ Nina Leendertz, Benjamin Ruland, Andreas Storz, Rebecca Woestmann, Christian Genenger, Dana Büschges (v.l.) machen jetzt an einer Europaschule ihr Abitur.
Die „13er“ Nina Leendertz, Benjamin Ruland, Andreas Storz, Rebecca Woestmann, Christian Genenger, Dana Büschges (v.l.) machen jetzt an einer Europaschule ihr Abitur.

Die „13er“ Nina Leendertz, Benjamin Ruland, Andreas Storz, Rebecca Woestmann, Christian Genenger, Dana Büschges (v.l.) machen jetzt an einer Europaschule ihr Abitur.

Andreas Bischof

Die „13er“ Nina Leendertz, Benjamin Ruland, Andreas Storz, Rebecca Woestmann, Christian Genenger, Dana Büschges (v.l.) machen jetzt an einer Europaschule ihr Abitur.

Krefeld. Die Bischöfliche Maria-Montessori-Gesamtschule ist die erste "Europaschule NRW" in Krefeld. "Eigentlich haben wir das gar nicht gewollt", sagt Schulleiter Hans-Willi Winden mit einem Lächeln. "Doch als wir mehrfach aus der Politik darauf angesprochen wurden, uns zu beteiligen, haben wir für den Titel aufgerüstet und nachgebessert. Wir hoffen damit auf eine positive Außenwirkung."

Am 20. März wird die Schule die Auszeichnung aus den Händen von Europaminister Andreas Krautscheid in Unna erhalten. "Wir bleiben jedoch auch danach vornehmlich eine Gesamtschule der besonderen Art, eine kirchliche Einrichtung mit Montessori-Charakter und mit Raum für Kinder und Jugendliche mit körperlichen Behinderungen. Wir werden uns am Telefon nicht mit Europaschule melden."

In Unna wollen sich die Krefelder Montessori-Schülerinnen und -Schüler sich und ihre Schule mit verschiedenen Projekten vorstellen.

EInrichtung punktete mit bilingualen Lernangeboten

Ein einjähriges Bewerbungs- und Zertifizierungsverfahren ist der Verleihung des Gütesiegels vorausgegangen. Winden: "Unser erweitertes Fremdsprachenangebot mit Englisch, Latein und Französisch, unser bilinguales Lernangebot, wie beispielsweise Erdkundeunterricht auf Englisch, die Auseinandersetzung mit europäischen Inhalten und die Teilnahme an internationalen Projekten wie am ,Europäischen Frühling’, waren ausschlaggebend."

Nachgerüstet wurden im Rahmen eines Euregio-Projektes die Auslands-Berufspraktika, die in Kooperation mit den Niederlanden stattfinden. Schulpartnerschaften mit zwei französischen Schulen an der Loire bestehen bereits.

"Die Namensgeberin unserer Schule am Minkweg, die italienische Ärztin und Pädagogin Maria Montessori, legte Wert darauf, Kindern und Jugendlichen ,Schlüssel zur Welt’ in die Hand und ans Herz zu legen", sagt der Schulleiter. "Aus heutiger Sicht stellt etwa das ,eTwinning-Programm’ der Europäischen Kommission einen solchen Schlüssel dar."

Mit Hilfe des Internets ermögliche es diese Aktion, mit Mitschülern aus Süditalien und der Slowakei zusammen zu arbeiten.

Dass die Schule sogar über den "Tellerrand Europa" hinausblickt, zeigen die Aktionen zugunsten sozialer Projekte in Südamerika und Afrika. So absolvierten die Montessori-Schüler ihren vergangenen Sponsorenlauf für die Errichtung einer Montessori-Schule im westafrikanischen Ghana.

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