Die Hülserin steht auf Platz 15 der Landesliste für den Bundestag.

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Ulle Schauws will für die Grünen in den Bundestag einziehen.

Ulle Schauws will für die Grünen in den Bundestag einziehen.

Privat

Ulle Schauws will für die Grünen in den Bundestag einziehen.

Krefeld. Einstimmig haben Bündnis 90/Die Grünen in der Mitgliederversammlung des Wahlkreises Krefeld-Nord und Wesel Ulle Schauws als Direktkandidatin für den Bundestag gewählt.

Die 42-jährige Medienwissenschaftlerin aus Hüls wird ihr Ziel allerdings nur erreichen, wenn sich ihre Partei bei der kommenden Wahl auf mindestens 11,1 Prozent der Stimmen verbessert.

Der Kreisverband des Bündnisses hat insgesamt 138 Wahlberechtigte, von denen auch einige aus den Nachbarstädten Neukirchen-Vluyn und Moers nach Krefeld in die Fabrik Heeder gekommen sind.

Ratsfrau Heidi Matthias und OB-Kandidat Harry van Bargen führten die Wahl durch, wobei Ulle Schauws einzige Kandidatin war. Sie stellte sich vor als gebürtige Hülserin, die nach dem Studium der Medienwissenschaften unter anderem als Dramaturgin beim Fernsehen in Köln gearbeitet hat.

Es folgten berufliche Aufgaben bei freien Bildungsträgern im Bildungs- und Sozialbereich sowie ein Engagement in einem SOS-Kinderdorf.

Als politische Schwerpunkte nennt Schauws die Frauen-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik. Sie will sich für die Lohngleichheit von Frauen einsetzen, die im Durchschnitt bei gleicher Arbeit über 20 Prozent weniger als Männer verdienen.

Am Herzen liegen ihr außerdem die Existenzsicherung der Frauen, die Abschaffung des Ehegattensplittings und eine neue Familienpolitik, bei der die Kinder im Vordergrund stehen.

Dazu gehöre eine Kindergrundsicherung gegen die Kinderarmut und ein neues Schulkonzept, unter anderem auch für Lernbehinderte, "damit Kinder nicht von der Schule aus in Hartz IV rutschen".

Eintreten möchte sie zudem für ein Altern in Würde. Die Gesellschaft müsse insgesamt mehr zusammenrücken.

Zur "Farbenlehre" möglicher Koalitionen will sie vor der Wahl nichts wissen. Es komme mehr auf die Inhalte an: "Pro Kernkraft geht schon gar nicht, pro Steinkohle ist auch keine Lösung."

Drei Parteien werden aber wohl zur Bildung einer Regierung nötig sein, schätzt sie, was für die Grünen Anpassung voraussetzt. Wahlkampf geübt hat sie schon intern. Ihr eigenes Schaulaufen dauere bereits seit Mitte vergangenen Jahres an.

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