Viel Applaus in der Fabrik Heeder für die Europaabgeordnete Rebecca Harms.

Die Grünen-Europaabgeordnete Rebecca Harms (2.v.r.) zu Gast in der Fabrik Heeder an der Virchowstraße mit (v.l.): Barbara Behr, Harry von Bargen, Heidi Matthias und Daniel John.
Die Grünen-Europaabgeordnete Rebecca Harms (2.v.r.) zu Gast in der Fabrik Heeder an der Virchowstraße mit (v.l.): Barbara Behr, Harry von Bargen, Heidi Matthias und Daniel John.

Die Grünen-Europaabgeordnete Rebecca Harms (2.v.r.) zu Gast in der Fabrik Heeder an der Virchowstraße mit (v.l.): Barbara Behr, Harry von Bargen, Heidi Matthias und Daniel John.

Andreas Bischof

Die Grünen-Europaabgeordnete Rebecca Harms (2.v.r.) zu Gast in der Fabrik Heeder an der Virchowstraße mit (v.l.): Barbara Behr, Harry von Bargen, Heidi Matthias und Daniel John.

Krefeld. Rebecca Harms, die Fraktionsvorsitzende der Grünen im EU-Parlament, hat die Ereignisse in der Ukraine hautnah miterlebt. „Ich habe die furchtbare Eskalation und den Angriff der Scharfschützen gesehen“, erklärt sie bei ihrem Krefeld-Besuch zur Europawahl in der Fabrik Heeder. „Ich war im Winter siebenmal in Kiew.“

Von Seiten der EU müsse alles – nicht militärische – getan werden, um den Bürgern der Ukraine zu ermöglichen, selber zu entscheiden, in was für einem Staat sie leben und von welchen Politikern sie regiert werden wollen.

Mit der Grünen-Spitzenkandidatin im Europawahlkampf, kommt eine Mittfünfzigerin nach Krefeld, die für Europa brennt. Die engagierte Grüne trägt ein schwarzes Kostüm mit beigefarbenem Pulli, ist vor der Zeit am Ort und steht plaudernd in der Sonne. Später, im fast gefüllten großen Saal der Fabrik spricht Rebecca Harms vor allem vor Parteikollegen, die mit Applaus nicht sparen.

Geschehnisse in der Ukraine sind für Harms Herzensangelegenheit

Die Geschehnisse in der Ukraine bezeichnet sie als eine ihrer „Herzensangelegenheiten“. Jeder Versuch der Diplomatie müsse unterstützt werden.

„Wir brauchen eine gemeinsame europäische Politik gegenüber Russland.“ Die Außenminister müssten mit ihren Entscheidungen zeigen, dass sie den negativen Einfluss Russlands in der Ukraine auf keinen Fall akzeptieren.

Zu den Verhandlungen über das EU-US-Freihandelsabkommen (TTIP) sagt Rebecca Harms: „Als Antwort auf die andauernden Enthüllungen über die Überwachung durch den US-Geheimdienst von Regierungen und Bürgern sprechen sich die Grünen dafür aus, die Verhandlungen einzufrieren. Bereits jetzt gibt es großes Interesse an diesem Vorschlag von vielen weiteren Initiativen und Verbänden aus Deutschland sowie aus anderen EU-Staaten, wie Österreich.“

Eine Zuhörerfrage betrifft die Jugendarbeitslosigkeit. Diese Bezeichnung sei irreführend, sagt die Grüne. „Es handelt sich – beispielsweise in Griechenland und Spanien – um junge Erwachsene im Alter zwischen 25 und 40, die gut ausgebildet und perspektivlos sind.“ Hier müssten solidarische Aktionen und Programme gegen Rezession ziehen, erklärt Harms.

„Wir müssen alle Kraft darauf verwenden, dass Gewalt und militärische Einmischung kein Weg sind. Die Menschen dort haben Angst wie es weitergeht, weitergeht und wünschen sich ein normales Leben zurück.“

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