Sozialversicherer betrogen. Schuldenberg durch teure Autos.

Land- und Amtsgericht Krefeld
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Archivbild Andreas Bischof

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Krefeld. Durch die Machenschaften der beiden Angeklagten sei den Sozialversicherern insgesamt ein Schaden von rund 8000 Euro entstanden, so der Richter in seiner Urteilsverkündung. Danach hatten die beiden, ein 46-Jähriger und seine 31-jährige Geschäftsführerin, die Sozialversicherer, insbesondere die Krankenkassen, zwei Jahre lang an der Nase herumgeführt.

Arbeitnehmeranteile für die Fahrer der Krefelder Transportfirma waren nicht oder zu spät gezahlt worden. Auch wurden Ratenvereinbarungen mit den Kassen nicht eingehalten. So war den Versicherern durch die Krefelder Transportfirma ein Schaden von insgesamt 8000 Euro entstanden.

Jetzt wurde der geständige 46-Jährige, der in der Firma offiziell als Fahrer eingestellt war, wegen Sozialversicherungsbetruges zu einer anderthalbjährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Seine ehemalige mitangeklagte Geschäftsführerin distanzierte sich von einer Mittäterschaft und sagte aus, der 46-Jährige hätte alle Entscheidungen alleine getroffen.

31-Jährige Lebensgefährtin ist jetzt in Privatinsolvenz

„Ich war nur seine Stroh-Frau“, so die 31-jährige Angeklagte zuvor bei der Beweisaufnahme. „Ich habe zwar keine Ausbildung und kannte mich nicht so gut aus im Geschäftlichen. Aber ich wollte ich ihn doch zur Vernunft zu bringen.“

Außerdem habe K. immer nur mit Bargeld hantiert. Dann sei ein riesiges Finanzloch entstanden, weil eine Anzahlung von 20 000 Euro für den neuen Privatwagen von K. fällig wurde. Da die Angeklagte aber auch einen Leasingvertrag für das neue Auto seiner Lebensgefährtin unterzeichnet hatte, ist die alleinerziehende Mutter nun auch in Privatinsolvenz.

Dennoch musste sie sich von der Staatsanwältin vorhalten lassen, dass man als Geschäftsführerin auch Verantwortung für andere trage, sich gründlich in seinen Arbeitsbereich einarbeiten müsse und die Autorität habe, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen.

Acht Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung, so das Urteil. Die Begründung: Die Frau war zwar nicht hauptsächlich schuld, aber sie habe mitgemacht und die Dinge viel zu lange schleifen lassen.

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