Am Samstag, 4.April, findet der 16. Krefelder Ökumene-Tag statt.

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Martin Luther steht im Mittelpunkt des Krefelder Ökumene-Tages.

Martin Luther steht im Mittelpunkt des Krefelder Ökumene-Tages.

Archiv).

Martin Luther steht im Mittelpunkt des Krefelder Ökumene-Tages.

Krefeld. Noch vor wenigen Jahren war das für die ökumenische Bewegung ein heißes Eisen, jetzt ist es für die Arbeitsgemeinschaft der Christlichen Kirchen in Krefeld (ACK) ein Arbeitstitel für den 16. Ökumene-Tag in Folge: "Martin Luther und die Reformation heute".

Am Samstag, 4. April, steht das Thema ab 9 Uhr im Mittelpunkt des Treffens von Christen verschiedener Konfessionen im Clarenbachhaus im Krefelder Süden, direkt an der Lutherkirche und in der Diskussion bei fünf Workshops.

"Aktuell ist Martin Luther immer noch", betont der stellvertretende ACK-Vorsitzende, der evangelische Superintendent Burkhard Kamphausen, "und die Reformation ist ja auch noch nicht zu Ende."

Zum Ökumene-Tag erwartet die ACK wieder rund 100 Teilnehmer. Bevor die sich nach einer Diskussion im Plenum am frühen Nachmittag auf den Weg machen, haben sie Gelegenheit, die als typisch evangelische Predigtkirche gebaute Lutherkirche bei einer Führung durch Pfarrer Volker Hülsdonk zu erleben.

Bisherige Themen bei den Ökumene-Tagen, die der heute in Jerusalem lebende frühere ACK-Vorsitzende Norbert Heinrichs (71) angestoßen hat, waren unter anderem: Taufe, Zukunft, Rechtfertigung, Kirche in der Stadt oder auch "Ich höre, wie Du betest".

Die Themen der Workshops haben Brisanz: Ausgerechnet der katholische Pfarrer und ACK-Vorsitzende Georg Weigel befasst sich mit Luthers Bibelübersetzung, die damals gerade richtig kam für den erfundenen Buchdruck.

Wie das mit der "Freiheit es Christenmenschen" wirklich ist, untersucht der Psychologe Gerhard Obertreis. Nicht nur zu Luthers Zeiten war Gewalt ein Thema. Klaus Schilbach von der Baptistischen Gemeinde bietet das Thema an.

"Mann und Frau" aus der Sicht Luthers beleuchtet Pfarrer Manfred Bautz, und das drängendste Luther-Problem "Wie finde ich einen gnädigen Gott?" mit den Urbegriffen von Schuld und Sünde versucht Werner Warten aus Meerbusch zu klären.

Die Krefelder ACK ist eine der ältesten überkonfessionellen Arbeitsgemeinschaften in Deutschland und bereits 61 Jahre alt. Ihr gehören neben der katholischen und evangelischen Kirche die Mennoniten, die Baptisten, die Heilsarmee und andere Freikirchen an, Gäste sind zum Beispiel die Adventisten und seit fast 25 Jahren auch die Jüdische Gemeinde.

Mit ihr hat die ACK den Besuch von 132 Krefelder Juden im Jahr 1987 vorbereitet. Für die Verpflegung am Ökumene-Tag, der mit einem Vortrag von Pfarrerin Christa Meyer zum Thema "Luthers Zeit - Luthers Leben" beginnt, erheben die Veranstalter einen Beitrag von 7,50 Euro. 

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