Schüler der Kaufmannsschule erinnerten mit einer Veranstaltung an den 27. Januar 1945.

„Verantwortung tragen und Vertrauen gewinnen“– so brachte Schulleiter Wolfgang Höllrigl das Ziel der Gedenkstunde auf den Punkt, die am Dienstag die Kaufmannsschule am Neuen Weg ausgerichtet hatte.
„Verantwortung tragen und Vertrauen gewinnen“– so brachte Schulleiter Wolfgang Höllrigl das Ziel der Gedenkstunde auf den Punkt, die am Dienstag die Kaufmannsschule am Neuen Weg ausgerichtet hatte.

„Verantwortung tragen und Vertrauen gewinnen“– so brachte Schulleiter Wolfgang Höllrigl das Ziel der Gedenkstunde auf den Punkt, die am Dienstag die Kaufmannsschule am Neuen Weg ausgerichtet hatte.

Andreas Bischof

„Verantwortung tragen und Vertrauen gewinnen“– so brachte Schulleiter Wolfgang Höllrigl das Ziel der Gedenkstunde auf den Punkt, die am Dienstag die Kaufmannsschule am Neuen Weg ausgerichtet hatte.

Krefeld. Im Stacheldraht hängt eine gelbe Blume. Dieses Bild, auf eine Leinwand projiziert, durchzieht wie ein Leitmotiv die Gedenkstunde anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz.

Am Dienstag fand die Feier in der Aula des Berufskollegs Kaufmannsschule statt. Wie in jedem Jahr hatte sich auch diesmal wieder eine Krefelder Schule dem komplexen Thema der Vergangenheitsbewältigung genähert und eine Veranstaltung organisiert, die die Erinnerung an die Verbrechen der NS-Zeit wachhalten soll.

Das Programm beginnt stimmungsvoll mit einer klagenden Melodie, auf der Geige gespielt von Ute Bernstein. Gemeinsam mit Achim Lüdecke bildet sie das Bernshteyn-Duo, das den Gästen an diesem Vormittag immer wieder mit jiddischen Liedern ein Stück jüdischer Kulturgeschichte vermittelt.

Die Musik erzählt auf ihre Weise vom Leid und Schicksal des jüdischen Volkes. Sie bildet den Rahmen für die zahlreichen Programmpunkte, die die Schüler des Berufskollegs zusammengestellt haben.

So lesen Jugendliche ihre Tagebucheintragungen vor, in denen sie die Eindrücke ihrer Klassenfahrten nach Buchenwald und Theresienstadt festgehalten haben. Eine andere Schülergruppe präsentiert gemalte Bilder, inspiriert durch Gespräche mit einem Zeitzeugen. Eindrucksvoll, wie sie die Bilder schweigend an den Wänden der Aula aufhängen.

Der Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz wurde 1996 auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog offizieller deutscher Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.

A. Silbermann, M. Stoffers, Auschwitz: Nie davon gehört? Erinnern und Vergessen in Deutschland, Berlin 2000.

Immer wieder kommen auch Autoren wie Nelly Sachs, Selma Meerbaum-Eisinger, Rose Ausländer oder Ulla Hahn zu Wort. Mittelpunkt eines weiteren Projekts ist ein Interview, das Schülerinnen mit einer ehemaligen Schülerin der Kaufmannsschule führten, die von ihrer Schulzeit Anfang der 40er Jahre berichtet.

Der Filmbeitrag endet mit der Frage, was sie den Schülern von heute mitgeben wolle: "Bleibt so, wie ihr seid!" sagt sie und meint wohl auch das große Engagement, mit dem sich die jungen Leute der deutschen Vergangenheit stellen und damit die Verantwortung für die Gegenwart und die Zukunft übernehmen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer