Bis jetzt wurden rund 7000 Schäden gemeldet.

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Rekordverdächtig? Dieses Loch in der Straßendecke der Franz-Hartz-Straße in Hüls ist satte 35 Zentimeter tief.

Rekordverdächtig? Dieses Loch in der Straßendecke der Franz-Hartz-Straße in Hüls ist satte 35 Zentimeter tief.

Dirk Jochmann

Rekordverdächtig? Dieses Loch in der Straßendecke der Franz-Hartz-Straße in Hüls ist satte 35 Zentimeter tief.

Krefeld. Beim Fachbereich Tiefbau der Stadt gehen derzeit täglich rund 40 Schadensmeldungen an Fahrbahnen, Radwegen oder Bürgersteigen ein. Nachdem diese Zahlen in den drei Vormonaten bei täglich 100 Meldungen gelegen haben, summiert sich die Gesamtzahl auf jetzt rund 7000.

„Wir rechnen aber mit höheren Zahlen, sobald es anfängt zu tauen, zu regnen und wenn der Frost aus dem Boden herauskommt“, befürchtet ein Pressesprecher der Stadt. Die Winter-Schadensbilanz soll zum Ende des kalendarischen Winters Ende März/Anfang April vorgelegt werden.

Die Meldungen stammen zum Teil von Bürgern, die den Fachbereich Tiefbau u.a. über eine Hotline (86 41 41) oder per E-Mail an egon.kuhnen@krefeld.de informieren. Der andere Teil wird von den städtischen Begehern geliefert. Diese registrieren auf ihren täglichen Kontrollgängen über die Straßen der Stadt (rund 880 Kilometer) Schäden, Ausmaß und andere Auffälligkeiten. Per Rechner werden diese Meldungen virtuell in ein Straßenzustandskataster eingegeben.

Für die Instandsetzungsmaßnahmen sind für 2013 Mittel in Höhe von 270 000 Euro vorgesehen. Aufgrund der Hauhaltskürzungen sind das 80 000 Euro weniger als in den vergangenen Jahren. Bereits im November hatte der zuständige Dezernent Martin Linne vor Kürzungen in diesem Bereich gewarnt.

In Krefeld werden 0,51 Euro pro Quadratmeter im Jahr für die Erhaltung von Verkehrsflächen aufgewendet. Notwendig sind, so stellen Fachleute übereinstimmend fest, 1,20 Euro pro Quadratmeter. Bereits im Januar 2010 rechnete die WZ vor, dass in Krefeld in den vergangenen 20 Jahren mehr als hundert Millionen Euro zu wenig in die Straßenunterhaltung investiert wurden.

Zum Vergleich: In Mönchengladbach (900 Straßenkilometer) stehen im laufenden Jahr 1,6 Millionen Euro zur Verfügung. et

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