Jugendliche leisten einjährigen Dienst an einer Grundschule und alle profitieren davon.

Jessica Krüger und Tim Renk mit zwei ihrer SChützlinge in der Montessori-Grundschule.
Jessica Krüger und Tim Renk mit zwei ihrer SChützlinge in der Montessori-Grundschule.

Jessica Krüger und Tim Renk mit zwei ihrer SChützlinge in der Montessori-Grundschule.

Andreas Bischof

Jessica Krüger und Tim Renk mit zwei ihrer SChützlinge in der Montessori-Grundschule.

Krefeld. Es gibt viele Gründe, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu absolvieren: Mit Menschen arbeiten, ein Berufsfeld kennen lernen oder testen, welche Fähigkeiten in einem wohnen. Es ist eine Herausforderung mit Gewinn. Jessica Krüger (19) und Tim Renk (20) haben sich dafür entschieden und sind begeistert. Sie arbeiten an der Bischöflichen Maria-Montessori-Grundschule mit Freude, Kraft und gegen Taschengeld.

Das Freiwillige Soziale Jahr fordert soziales Engagement für andere Menschen. „34 unserer 460 Grundschüler sind Kinder mit Körperbehinderungen. Sie besuchen im Rahmen der Inklusion unsere Schule“, erklärt Schulleiter Joachim Elven. „Für sie brauchen die Lehrpersonen und die beiden Sozialpädagoginnen Unterstützung. Die beiden jungen Leute haben zurzeit noch sechs Mitstreiter an unserer Schule. Alle haben einen dichtgesteckten Tagesablauf.“

Aufgaben reichen vom Begleiten bis zum Wickeln der Kinder

Jessica Krüger und Tim Renk berichten: „Wir holen die Kinder beispielsweise vom Bus oder Taxidienst ab, helfen beim Umziehen zum Schwimmunterricht, unterstützen beim Essen in den Pausen, bei den Hausaufgaben, aber auch beim Toilettengang. Einige Kinder müssen darüberhinaus gewickelt werden.“

Da Renk bereits an der Montessori Gesamtschule sein Abitur abgelegt hat, sind die Vorgänge für ihn nicht ganz neu. „Ich habe mir während des Abiturs überlegt, was ich beruflich anfangen sollte. Es war mir nicht klar, was ich studieren sollte. Außerdem war es der Jahrgang mit dem Doppelabitur. Da erschien mir das FSJ sinnvoll.“ Seit dem laufenden Schuljahr ist er dabei. „Es fühlt sich gut an“, erklärt er und der Berufswunsch steht nun auch: „Ich werde aufs Lehramt studieren und am liebsten an eine Grundschule gehen.“

„Ich kann das FSJ nur empfehlen.“

Jessica Krüger

Auch Jessica hat die berufliche Zukunft nun fest im Auge: „Ich möchte Sozialpädagogik studieren und auf jeden Fall im sozialen Bereich mit Kindern arbeiten.“ Da gebe es eine ganze Reihe von interessanten Berufsfeldern. „Ich kann das FSJ nur empfehlen“, sagt die 19-Jährige. „Es ist eine tolle Erfahrung und macht Spaß.“

360 Euro bekommen die beiden jeweils im Monat. „Einer der Vorteile dieses Jahres ist auf jeden Fall das Zeugnis über das FSJ in den Bewerbungsunterlegen“, weiß Elven. Der Rektor der Grundschule sucht noch weitere junge Leute, die an seiner Schule mitarbeiten und dadurch Erfahrungen in der Pädagogik sammeln möchten: „Sie haben nach ihrer Bewerbung die Gelegenheit, unsere Grundschule näher kennen zu lernen. Dann gibt es Einführungstage, danach folgt der Einsatz unter Anleitung der Sozialpädagoginnen. Fünf einwöchige Seminarfahrten dienen der Fortbildung.“

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