23 Pferdegespanne rollen durch die Hülser Altstadt. Heute ist Opa-Oma-Tag.

Krefeld. Nur keine Hektik! Gemütlich geht es zu auf dem Hülser Frühlingsfest, das am Montag mit dem "Oma-Opa-Tag", der viele Vorteile für Enkel und Großeltern auf der Kirmes bietet, seinen Abschluss findet. Und wo Opa und Oma im Mittelpunkt stehen, sind Tradition und Nostalgie nicht weit weg.

Dies lässt sich besonders beim 2009 zum zehntenMal rollenden Kutschenkorso durch die Hülser Altstadt aufzeigen. "Gute Fahrt", ruft Karl Heußen vom Hülser Reit- und Fahrverein allen 23 Kutschenfahrern entgegen, nachdem er ihre Gefährte und ihre Pferde ausgiebig vorgestellt hat.

Das weiße Welsh-Pony "Rocky" ist 16 Jahre alt und geht mit dem Applaus und den vielen Menschen neben der Strecke am Hülser Markt sehr gelassen um.

Zur Belohnung kann Rocky auf ein paar Möhren aus dem Präsentkorb hoffen, den jeder Teilnehmer des Korsos erhält.

Die Korso-Plaketten sind bei den Kutschern heiß begehrt

Dazu gibt es eine Urkunde und eine Erinnerungsplakette. Und die hat es in sich: "Diese Plaketten sind unter den Kutschern heiß begehrt, jeder will möglichst viele verschiedene davon sammeln", erklärt Thomas Pluschkull, Leiter des Bürgerservice-Büros, das den Frühlingsmarkt organisiert.

Beim "Opa-Oma-Tag" auf der Kirmes in Hüls erhalten Großeltern, die ihrem Enkel einen Fahrchip kaufen, einen weiteren gratis dazu.

Außerdem gewinnt der älteste Opa einen Einkaufsgutschein über 100 Euro.

Eine besonders schöne Kutsche besitzt Karl Wacker. Der Wagonette-Wagen im Linzer Stil, also mit filigran gearbeitetem Holz, wird von zwei Warmblütern gezogen. Natürlich werden auch an Karl Wackers Pferde die begehrten silbrig-glänzenden Plaketten geheftet.

Die alten Gefährte lassen vergangene Zeiten aufleben

Alle Kutschen sind mit Blumen geschmückt und lassen ein Stück von längst vergangenen Zeiten wieder auferstehen. Für Heiterkeit sorgt das Pony "Dusty", das vor der Kirche St. Cyriakus nicht wie alle anderen Pferde zur Vorstellung und Auszeichnung anhalten will, sondern gemütlich an den Zuschauern vorbei trottet.

Bevor alle Kutschen den Hülser Markt passieren, sind sie durch das Hülser Bruch gefahren, das normalerweise auch von umweltfreundlichen Kutschen nicht befahren werden darf. Nach der Stärkung mit Getränken und dem Applaus der Zuschauer geht es für die Gespanne zurück in die Heimat.

Doch beim Frühlingsfest stehen nicht nur die ganz alten, sondern auch die etwas jüngeren Fortbewegungsmittel im Vordergrund. Nach den Kutschen am Samstag gab es am Sonntag für Auto-Nostalgiker viel zu sehen. Mit einer Oldtimer- und Youngtimer-Show samt Rallye lockte das Fest zahlreiche Besucher in die Hülser Altstadt.

Von historischen Traktoren bis zum legendären Model T von Ford aus dem Jahr 1911 gab es vieles zu bestaunen. Und so können Opa und Oma den Enkeln die alte Zeit einmal ganz praktisch näher bringen.

Jung und Alt in einem fröhlichen Familienfest vereint, dazu ein Trödelmarkt und ein verkaufsoffener Sonntag: Das 17.Frühlingsfest in Hüls hatte wirklich für jeden etwas zu bieten.

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