Es ist Weihnachten und für mich bedeutet das, Zeit mit der Familie zu verbringen, erzählen, zuhören, Christmette besuchen, Traditionen pflegen . . . Zu Letzterem zählt seit Jahren der Besuch des Weihnachtskonzertes von Guildo Horn in der Trierer Europahalle. Beim Schreiben dieser Zeilen kann ich förmlich ein Naserümpfen spüren – habe ich auch gemacht, als meine Freundin mich vor vielen Jahren fragte, ob ich am 23. Dezember, dem Tag vor Heiligabend, mit einigen Freunden genau dieses Konzert besuchen möchte. Ich habe zugesagt und es bis heute nicht bereut. Jedes Jahr trifft man dort die gleichen Menschen, jedes Jahr kommen ein paar Falten mehr hinzu – aber immer wieder ist es ein Erlebnis, wenn Guildo und seine Orthopädischen Strümpfe Weihnachtslieder zum Besten geben. Auch in diesem Jahr soll es wieder so sein. So haben die Rheinland-Pfälzer ihren Paradiesvogel Guildo, der im Übrigen zu jedem Konzert „heilige“ Nussecken von seiner Mutter bekommt und Krefeld hat seine Andrea (Berg), die Hülser Pasta und Pizza liebt. Es gibt sogar Gemeinsamkeiten: Beide Schlagerstars haben einen sozialen Hintergrund. Während Guildo Pädagoge ist, hat Andrea den Beruf der Arzthelferin erlernt. Beide sind berühmt und sozial engagiert, unterstützen Projekte und Institutionen. Helfen da, wo Hilfe gebraucht wird. Natürlich kann man hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, das ist mir klar, aber egal, wie man die Musik findet, auf das Ergebnis kommt es doch an. Ich bin ein Fan von Guildos Weihnachtskonzerten. Er ist zwar nicht unbedingt schön anzusehen, aber die Stimmung ist grandios. Und wenn das Ende des Konzertes mit „Stille Nacht, heilige Nacht“ sowie Wunderkerzen und Feuerzeugen eingeleitet wird und dann noch mehrere hundert Menschen im Chor mitsingen, ist das Gänsehautstimmung pur. Vielleicht wäre ein Weihnachtskonzert in der Heimat ja auch einmal eine Überlegung für Andrea Berg – natürlich dann mit Pasta und Pizza aus Krefeld!

Ich wünsche Ihnen allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.

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