Gerüst wird aufgebaut – im Oktober kommen Maurer und Steinmetze.

Gerüst wird aufgebaut – im Oktober kommen Maurer und Steinmetze.
Zwei Wochen lang wird die Friedenskirche eingerüstet.

Zwei Wochen lang wird die Friedenskirche eingerüstet.

Andreas Bischof

Zwei Wochen lang wird die Friedenskirche eingerüstet.

Krefeld. Gerüstbauer werden in den kommenden Tagen die Friedenskirche einpacken. Zwei Wochen etwa wird das dauern, dann kann die Sanierung des in Mitleidenschaft gezogenen Turms beginnen. Im Oktober werden Maurer und Steinmetze aufs Gerüst steigen, defekte Steine austauschen und andere Schäden beseitigen.

Der Grund für den jetzigen Zustand der Fassade des seit 1984 in der Denkmalliste stehenden Gotteshauses war eine Turmsanierung in den 1970er-Jahren, mit der man „jetzt zu kämpfen hat“, wie es der Baukirchmeister Günter Kruszona ausdrückt. Mit einem ganz speziellen Verfahren hatte man damals nach neustem Stand der Technik und bestem Wissen den ganzen Turm für ewig gerettet geglaubt. Die ganze Fassade war mit einer hydrophoben Sperre versehen worden, die das Eindringen von Wasser verhindern sollte.

Doch genau durch diese äußere Haut drang dann nach und nach Wasser ein, als sich erste kleine Risse bildeten. Und diese Nässe konnte wegen der Sperre nicht mehr nach außen entweichen. Bei Frost fror das Wasser, dehnte sich aus, was zu weiteren Rissen und abgeplatzten Stellen führte, durch die wiederum Wasser eindringen konnte.

60 Prozent der Kosten werden über Spenden und Fördergeld gedeckt

Mit Kosten zwischen 350 000 und 400 000 Euro für die aktuelle Sanierung rechnet Kruszona. Schon zu Beginn der Planungen war deshalb klar, dass die Gemeinde die Summe nicht alleine würde stemmen können und auf Spender, Sponsoren und Geld aus Fördertöpfen angewiesen sein würde. Die Hoffnungen wurden erfüllt. 60 Prozent der Kosten können tatsächlich durch die Hilfe anderer gedeckt werden.

Eine Einzelspenderin aus Krefeld gab 20 000 Euro, 75 000 Euro kamen von der Kulturstiftung der Sparkasse und rund 100 000 aus Denkmalmitteln des Bundes. Pfarrer Michael Windhövel ist dankbar, dass „die überregionale Bedeutung der Kirche anerkannt worden ist“ und nun „die Möglichkeit der Sanierung endlich in Angriff genommen werden kann“. Dabei wolle er auch die Kirchensteuerzahler nicht vergessen, die dies mit ermöglichen.

Was die Dauer der Arbeiten angeht: „Ich träume davon, dass Weihnachten alles fertig ist“, sagt der Baukirchmeister. Die Veranstaltungen laufen derweil wie gewohnt weiter. Kirchenraum und Gemeindezentrum sind von der Turmsanierung nicht betroffen. „Im Rahmen der Reparaturen werden aber auch einige Feuchtigkeitsschäden im Eingangsbereich der Friedenskirche behoben und das Foyer saniert“, kündigt Kruszona an. ok

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