Spätestens in einem Jahr soll es ein komplettes W-Lan-Netz für Kunden in der City geben. Werbegemeinschaft verbreitet Aufbruchstimmung.

Spätestens in einem Jahr soll es ein komplettes W-Lan-Netz für Kunden in den City geben. Werbegemeinschaft verbreitet Aufbruchstimmung.
Der Vorstand der Werbegemeinschaft: Rainer Thoeren, Sandra Lemke, Hartmut Janßen, Lutz Gottschalk, Alexander Werner, Christoph Borgmann, Kathrin Busch und Ercüment Ak (v.l.).

Der Vorstand der Werbegemeinschaft: Rainer Thoeren, Sandra Lemke, Hartmut Janßen, Lutz Gottschalk, Alexander Werner, Christoph Borgmann, Kathrin Busch und Ercüment Ak (v.l.).

An einzelnen Hotspots in der Innenstadt bietet Unitymedia W-Lan an, flächendecken gibt es das aber nicht. Archiv

Dirk Jochmann, Bild 1 von 2

Der Vorstand der Werbegemeinschaft: Rainer Thoeren, Sandra Lemke, Hartmut Janßen, Lutz Gottschalk, Alexander Werner, Christoph Borgmann, Kathrin Busch und Ercüment Ak (v.l.).

Krefeld. Was macht der Neue bei seinem ersten wichtigen und öffentlichen Auftritt? Er verbreitet Aufbruchstimmung, wählt markige Worte. Er ist überzeugt: „Wir können hier zusammen eine Menge bewegen.“ Es wirkt ein wenig so, als wolle Christoph Borgmann als Nachfolger von Hans-Joseph Grewe im Vorsitz der Werbegemeinschaft den Handel in Krefeld wachrütteln. Hier im Schwanenmarkt.

Schon das Format ist ungewöhnlich. Die Werbegemeinschaft tagt, stellt sich vor, und macht dabei die Tür für jedermann auf. Das Interesse der Krefelder ist da, soviel verrät die Resonanz.

Borgmann ist Kaufmann. Er weiß, dass eine Werbegemeinschaft effizient und wirtschaftlich arbeitet, wenn möglichst viele Kollegen sich anschließen. Sein Ziel: „Ich möchte die Zahl der Mitglieder in den nächsten Jahren auf 200 verdoppeln.“ Und er ruft zur Solidarität auf. Es gibt unter den Kaufleuten in der City eben viele Engagierte, die besondere Ideen entwickeln und regelmäßig in Aktivitäten investieren. Und es gibt diejenigen, die daneben stehen und die Hand aufhalten. Borgmann und sein neues Team wollen und werden das nicht dulden, sagt er. Zum einen.

Lieber richtig stabil, als zu schnell installiert

Zum anderen glaubt der Sportartikelhändler, dass die Gemeinschaft attraktiv genug ist, um viele interessierte Mitstreiter anzuziehen. Dazu gehören viele Kleinigkeiten. Die Vermarktung gemeinsamer Aktionen über Social Media-Portale, eine ganze Reihe nicht alltäglicher Veranstaltungen in der Innenstadt, nicht zuletzt die neue Krefeld App, die, so die Vision, besondere Angebote der Händler als Push-Nachrichten auf die Handys potenzieller Kunden bringen soll. Gemeinsam stark, propagiert Borgmann. Und: „Ein wichtiger Schritt wird sicherlich das freie W-Lan sein.“

Auf die Krefelder Art. Was die Nachbarn, etwa in Moers oder auch weiter nördlich am Niederrhein in Rheinberg, Alpen und Xanten, längst realisiert haben, sei hier keine Option. Oder wie es in Fischeln eingerichtet ist. Das System dort: Freies W-Lan wird zur Verfügung gestellt durch die Vernetzung relativ günstiger Router, federführend ist der Verein Freifunk, über dessen Server die Daten verschickt werden.

Vorteil: Für die Inhalte der von wem auch immer verschickten Daten ist der Routerbesitzer, über dessen Gerät jedermann mit W-Lan ins Netz kommen kann, nicht verantwortlich. Der Nachteil: Diese Netze sind stark schwankend in der Stabilität. Das will die Werbegemeinschaft um Christoph Borgmann in dieser Form nicht. „Wir haben uns die Entwicklungen in den anderen Städten ja angeschaut und sind zu dem Entschluss gekommen: Wir möchten direkt die große Lösung.“

Heißt: Hotspots müssen in der City eingerichtet werden. „Den ersten bekommen wir ja schon Mitte Mai. Spätestens in einem Jahr wollen wir mit freiem W-Lan neue Kunden in die Innenstadt locken, vielleicht gelingt das aber auch wesentlich, wenn wir erstmal gestartet sind.“

Stadtverwaltung in den Schwanenmarkt

Borgmann hofft darauf, dass sich eine Eigendynamik entwickelt. Heißt: Möglichst viele Händler müssen Interesse daran haben, mitzuhelfen. Unterstützt und hauptsächlich gesponsert wird die Aktion von den Stadtwerken Krefeld.

Ein großes Thema bleibt der Umbau des Schwanenmarkts. Center-Manager Andreas Thielemeier spricht von Fortschritten in der Vermarktung der neuen Flächen und der Rettung des Gros der Parkplätze. Für Details sei es zu früh.

Borgmann hatte da eine Idee: „Die Stadtverwaltung kann einziehen, statt für 65 Millionen Euro neu zu bauen. Das ist doch ein Irrsinn.“

Leserkommentare (1)


() Registrierte Nutzer