Freifunk-Variante wird wieder interessant. Ski-Spektakel Kaiserwinkl geht nach Aachen, „Made in Krefeld“ kommt.

Öffentliche W-Lan-Angebote
Hotspots werden für die Stadt zu teuer.

Hotspots werden für die Stadt zu teuer.

Christoph Borgmann ist Vorsitzender der Werbegemeinschaft Krefeld

Martin Schutt/dpa, Bild 1 von 2

Hotspots werden für die Stadt zu teuer.

Das Wochenendspektakel Kaiserwinkl mit großem Bühnenprogramm und Spezialitäten aus der beliebten österreichischen Skiregion kommt diesen Herbst nicht nach Krefeld. Die Werbegemeinschaft will stattdessen eine regionale Veranstaltung auf die Beine stellen nach dem Motto „Made in Krefeld“. So habe man sich mit dem Stadtmarketing um Uli Cloos verständigt. Daneben hakt es ein wenig beim Thema W-Lan in der City. Der Kostenvoranschlag für die geplanten Hotspots, die Einwahlpunkte also, ist da. Zu teuer, meint Christoph Borgmann.

Der Chef der Krefelder Werbegemeinschaft berichtet von einer einvernehmlichen Trennung von den Tourismus-Experten aus Tirol. Die hatten für Ski-Spektakel rund um die Dio-Kirche gesorgt. Inklusive Rodelberg für die Kinder, Show-Biathlon und Verlosung von Urlaubsreisen. „Kaiserwinkl hatte eben mal eine andere Stadt im Visier, es wird wohl Aachen. Aber auch wir hatten etwas anderes gesucht. Unsere Idee gefällt mir besser als das Ski-Thema, das nur drei oder vier Prozent der Bevölkerung anspricht. Sie bringt den größeren Marketing-Effekt.“

Zeigen, was in Krefeld Tolles produziert wird

„Made in Krefeld“ will sagen: Krefeld soll zeigen, was es kann. „Da befinden wir uns ganz nah an der Strategie des Stadtmarketings für 2017, wir werden zusammen planen.“ Wie das genau aussehen soll vom 10. bis 12. November, ist noch nicht klar. Bislang gibt es eine Absichtserklärung und einige Ideen. Die sollen morgen in der Vorstandssitzung der Werbegemeinschaft in eine Arbeitsgruppe überführt und weiterentwickelt werden.

Borgmann sagt: „Wichtig ist, dass wir richtigen Event-Charakter in die City bringen und im besten Fall mit stolzgeschwellter Brust präsentieren, was in Krefeld Tolles produziert wird.“ Etwa Krawatten aus der Manufaktur Ploenes oder Dextro Energy im Rheinhafen. Denkbar sei auch ein Showkochen auf der Bühne.

Weniger optimistisch klingt Borgmann dieser Tage beim Thema W-Lan. Der Kostenvoranschlag für die Hotspots ist da, die SWK haben ausgerechnet, was sie benötigen, um die City sicher und flächendeckend auszustatten. Dem Vernehmen nach soll es eine fünfstellige Summe im unteren mittleren Bereich sein. Borgmann sagt nur: „Mir erscheint das zu teuer und nicht stemmbar. Zum hohen ersten Invest kommen ja noch monatliche Kosten. Natürlich bleiben wir mit den Stadtwerken im Gespräch.“ Sympathie entwickelt Borgmann jetzt für eine Idee von freiem, kostengünstigem W-Lan, wie es in vielen anderen Städten bereits erfolgreich praktiziert wird: Freifunk. In Kürze: Geschäftsinhaber in der Innenstadt stellen ihre vorhandenen DSL-Zugänge zur Verfügung, und lassen sich über Decoder, die andere als Mindestleistung in ihren Läden anschließen, zu einem Freifunknetz zusammenschließen. Die Kosten trägt jeder Teilnehmer selbst.

Christoph Borgmann sagt: „Klar, der Ball liegt jetzt bei uns. Es ist eine Kosten-Nutzen-Rechnung, schließlich hat sich das Verbraucherverhalten auch verändert. Mittlerweile haben so viele Menschen eine Flatrate.“ Er freut sich aber über Mitstreiter, die ihren DSL-Zugang zur Verfügung stellen oder zumindest einen Router in ihrem Geschäft installieren würden. E-Mail-Kontakt: cborgmann@intersport-borgmann.de

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer