Bildungsträger präsentieren viele Möglichkeiten für Zusatzqualifikation.

Jugendliche sammeln in einem Simulator Eindrücke dazu, wie der Beruf des Fernfahrers in der Realität aussieht.
Jugendliche sammeln in einem Simulator Eindrücke dazu, wie der Beruf des Fernfahrers in der Realität aussieht.

Jugendliche sammeln in einem Simulator Eindrücke dazu, wie der Beruf des Fernfahrers in der Realität aussieht.

Andreas Bischof

Jugendliche sammeln in einem Simulator Eindrücke dazu, wie der Beruf des Fernfahrers in der Realität aussieht.

Krefeld. „Relativ übersichtlich“, findet Uwe Bongartz das Angebot der Weiterbildungsmesse im Seidenweberhaus. Schon nach 20 Minuten hat er sich entschieden. „60 Tage dauert eine Gabelstapler-Ausbildung. Das wäre doch eine Alternative“, hofft der arbeitslose Maschinenbauer. In ihrer Heimat Italien hat Cristina Calderaro eine Hotellehre absolviert. In Krefeld jobbt die 21-Jährige als Kellnerin. Am Stand des Bildungsträgers Fuwe informiert sie sich über einen Einstieg als Fachkraft für Büro und Sekretariat. 800 Stunden müsste sie in eine Weiterbildung zur Sekretärin investieren. „Wir beraten jeden Interessenten persönlich und loten im Gespräch seine Fähigkeiten aus“, erklärt Fuwe-Geschäftsführer Uwe Türschmann. Die Wünsche müssten mit den Anforderungen des Arbeitsmarktes zusammenpassen. „Nur wer das Gefühl hat, sich richtig entschieden zu haben, kann motiviert arbeiten.“

Die 33 Aussteller richten sich mit ihrem Angebot an Berufstätige, die sich qualifizieren möchten und an solche, die in den Beruf einsteigen wollen. „Berufliche Qualifizierung und Weiterbildung sowie Umschulung“, zählt Inge Röhnelt, Vorsitzende des Kuratoriums für Erwachsenenbildung, die Stichpunkte auf. Für die achte Auflage der Weiterbildungsmesse rechnen die Organisatoren mit 2000 Besuchern.

Für Fortbildungen gibt es auch Zuschüsse

Das Thema finanzielle Förderung steht am Stand der Regionalagentur Mittlerer Niederrhein auf der Tagesordnung. André Eberhardt klärt über einen möglichen Zuschuss zu den Weiterbildungskosten auf. Im Idealfall gibt es für Beschäftigte und Berufsrückkehrer einen Bildungsscheck bis maximal 500 Euro.

Vornehmlich Männer testen ihre Schweißfähigkeiten am Schweißtrainer des Bildungszentrums Tönisvorst. Auch an den Gabelstapler- und den Lkw-Simulatoren stehen geduldige Menschen in längeren Schlangen. „Der Lkw-Führerschein alleine reicht für den Job heute nicht mehr aus“, sagt Kraftfahr-Ausbilder Werner Hover. Eine zusätzliche Grundqualifikation erwirbt man in 140 Stunden. Und für den theoretischen Unterricht seien gute Deutschkenntnisse unerlässlich.

Karlis Nowiks wittert hier eine Chance. Der 20-jährige Lette wohnt erst seit vergangenem November in Krefeld und ist noch auf der Suche nach einer geeigneten Ausbildung. Den Lastwagen-Simulator muss der Balte gleich einmal ausprobieren.

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