Der Flüchtlingsrat der Stadt begrüßt Initiative des Oberbürgermeisters, Flüchtlinge vom Seenot-Rettungsschiff „Lifeline“ aufzunehmen. „Das war dringend nötig, ist begrüßenswert und das richtige Signal des ersten Bürgers unserer Stadt angesichts des nicht enden wollenden Massensterbens von Flüchtlingen im Mittelmeer.“ So kommentiert Christoph Bönders, stellvertretender Vorsitzender des Flüchtlingsrats.

Angesichts der erschreckend zunehmenden Ausgrenzung der Geflüchteten und der Ablehnung von Verantwortung für Schutz suchende Menschen in ganz Europa, heißt es weiter, seien die Hilfsangebote der Oberbürgermeister von Düsseldorf, Köln und Bonn, denen sich Oberbürgermeister Meyer mit seinen Schreiben an den Städtetag und die Kanzlerin angeschlossen hat, nach Auffassung des Flüchtlingsrates das Gebot der Stunde.

„Alle im Rat vertretenen demokratischen Parteien sollten deshalb nicht über die formale Richtigkeit dieser Initiative lamentieren, sondern das Anliegen des Oberbürgermeisters vorbehaltlos unterstützen. Aufrufe zu helfen, Hilfsangebote und Kritik an der zunehmenden Gleichgültigkeit gegenüber den täglich im Mittelmeer stattfindenden Tragödien sind mehr denn je notwendig.“ Solche Initiativen als Angelegenheit von so beschimpften Gutmenschen zu disqualifizieren, sei Zynismus und widerspreche dem Anspruch, sich einzusetzen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer