Flüchtlingsrat empfängt Flüchtlinge in der früheren Don-Bosco-Schule an der Feldstraße. Verzicht auf Parteiensymbolik.

Willkommen in Krefeld: Christa Bargala und Ute Richter (von rechts) vom Flüchtlingsrat überreichen Blumen.
Willkommen in Krefeld: Christa Bargala und Ute Richter (von rechts) vom Flüchtlingsrat überreichen Blumen.

Willkommen in Krefeld: Christa Bargala und Ute Richter (von rechts) vom Flüchtlingsrat überreichen Blumen.

DJ

Willkommen in Krefeld: Christa Bargala und Ute Richter (von rechts) vom Flüchtlingsrat überreichen Blumen.

Krefeld. Blumen, Transparente, Selbstgebackenes und kleine Geschenke für die Flüchtlinge, die seit einigen Tagen in der Notunterkunft in der früheren Don-Bosco-Schule untergebracht sind. Der Krefelder Flüchtlingsrat hat zu dieser überparteilichen Willkommens- und Solidaritätsaktion an der Feldstraße aufgerufen. Zwei Roma-Familien mit insgesamt acht Personen aus Serbien und vier erst Freitag angekommene Männer aus Eritrea freuen sich über die ersten Kontakte zu Einheimischen.

Arbeiterpfarrer Albert Koolen vom Bündnis für Demokratie und Toleranz spricht sich dafür aus, diese Kontakte aufrecht zu erhalten und ein nachbarschaftliches Verhältnis zu den Bewohnern aufzubauen. Koolen: „Das wäre gut für unsere Stadt. Wir dürfen, wir können und wir wollen Menschen aufnehmen, die bei uns Zuflucht suchen.“

Interkulturelle Woche im Südbahnhof steht bevor

Birgitta Gebauer grüßte mit einem Plakat für die St. Augustinus-Gemeinde. Pfarrer Heinz Wans von St. Josef vertritt die katholischen Innenstadt-Gemeinden. Mit dem Schild „Latsche diwis, sintiwale e romale“ werden ausdrücklich die Roma- und Sinti-Familien begrüßt. Auf weiteren Schildern war zu lesen: „Kein Mensch ist illegal“, oder „Bleiberecht hier und überall“.

Der Flüchtlingsrat, in dem kirchliche und soziale Organisationen zusammenarbeiten, hatte darum gebeten, bei dieser Aktion auf Parteiensymbolik zu verzichten. Die Teilnehmer kamen diesem Wunsch ausnahmslos nach.

Der Flüchtlingsrat und das Bündnis für Demokratie und Toleranz, Emmaus und das Werkhaus wiesen auf die bevorstehende interkulturelle Woche im Südbahnhof hin, die sich mit der Flüchtlingsproblematik auseinandersetzt. Am Sonntag, 7. September, wird um elf Uhr an der Saumstraße die Ausstellung „Nirgendwo ist hier“ eröffnet.

Leserkommentare (12)


() Registrierte Nutzer