Attraktive Wohngebiete in Forstwald und Fischeln sollen Einwohnerzahl stabilisieren.

Planungsdezernent Martin Linne orientiert sich am "Boom-Standort" Düsseldorf.
Planungsdezernent Martin Linne orientiert sich am "Boom-Standort" Düsseldorf.

Planungsdezernent Martin Linne orientiert sich am "Boom-Standort" Düsseldorf.

Blick auf das Gelände der Forstwald-Kaserne. Hier will der Planungsdezernent attraktiven Wohnraum schaffen. Archiv

DJ, Bild 1 von 2

Planungsdezernent Martin Linne orientiert sich am "Boom-Standort" Düsseldorf.

Krefeld. Nach über zehn Jahren der Diskussion biegt der neue Flächennutzungsplan (FNP) für die Stadt Krefeld nun endlich auf die Zielgerade ein. Die Planungsverwaltung arbeitet mit Hochdruck daran, die Anmerkungen und Eingaben aus der zweiten Offenlage im Dezember abzuarbeiten, damit das Planwerk am 8. April in der Ratssitzung endgültig verabschiedet werden kann.

Das ist aus zwei Gründen wichtig, sagt Planungsdezernent Martin Linne, der die Verabschiedung als „wichtigen Meilenstein“ bezeichnet. Zum einen, weil der alte FNP aus dem Jahr 1974 stammt und nicht mehr Maßgabe für aktuelle Entscheidungen sein könne. Deshalb müsse man fast bei jedem Bauvorhaben den FNP ändern und die Bezirksregierung um Erlaubnis fragen.

Zum zweiten ist dieser Plan eine Antwort darauf, wie Krefeld sich in den nächsten 20 Jahren positionieren will. „Der FNP ist ein Möglichkeitsrahmen. Damit ist nichts über konkretes Baurecht gesagt oder gar entschieden“, betont Linne. „Aber in diesem Rahmen kann der Rat dann entscheiden, ohne die Bezirksregierung fragen zu müssen.“

Linne: Am Boom-Standort Düsseldorf orientieren

Für Linne steht außer Frage, dass sich diese Positionierung Krefelds am Boom-Standort Düsseldorf orientiert, dabei aber die eigenen Stärken betont. „Mit Blick auf die schrumpfenden Einwohnerzahlen müssen wir unterschiedliche Klientel ansprechen und denen attraktiven Wohn- und Lebensraum anbieten. Dann können wir von dem Wachstum in Düsseldorf profitieren“, ist der Planungsdezernent sicher.

Dazu gehöre aber, dass man in Bereichen, wo eine perfekte Anbindung an Düsseldorf über Bahn oder Straßenbahn gegeben ist, neue Wohnflächen ausweist, sagt Linne und nennt die umstrittenen Flächen in Fischeln-Ost an der K-Bahn und das ehemalige Kasernengelände in Forstwald mit dem modernisierten Bahnhof.

Gebietsentwicklungsplan wird zunächst geändert

Der derzeit gültige Flächennutzungsplan (FNP) für Krefeld stammt aus dem Jahr 1974. Bereits seit über zehn Jahren arbeiten Politik und Verwaltung an einem aktuellen Plan. Dieser soll am 8. April vom Rat abgesegnet werden. Dann steht noch die Zustimmung der Bezirksregierung aus. Die muss unter anderem sicherstellen, dass es nicht zu KOnflikten mit übergeordneten Plänen – wie dem Gebietsentwicklungsplan – kommt.

Wichtige Voraussetzung für Krefelds neuen Flächennutzungsplan ist die Entscheidung des Regionalrates über Änderungen im übergeordneten Gebietsentwicklungsplan. Die soll am 3. April in Düsseldorf erfolgen. Erst dann kann Krefeld zum Beispiel über ein interkommunales Gewerbegebiet mit den Nachbarn sprechen.

Leserkommentare (3)


() Registrierte Nutzer