Die Neusser Polizei konnte zwei Männer am Bruderschaftsweg in Krefeld-Fischeln festnehmen.

Archiv_dpa

Krefeld. In der Nacht zum Mittwoch hat ein Polizist gegen 3.20 Uhr in Krefeld-Fischeln am Bruderschaftsweg während des Versuchs, einen Einbrecher festzunehmen, einen Warnschuss abgegeben.

Zivile Beamte aus dem Rhein-Kreis Neuss hatten am Abend ein Fahrzeug mit zwei männlichen Personen, die im Verdacht standen, Wohnungseinbrüche zu begehen, im Kreisgebiet observiert. Der BMW wurde aus dem Bereich Meerbusch-Büderich bis nach Krefeld beobachtet.

Den Pkw stellten die Verdächtigen in einem Wohngebiet in Fischeln ab. Beide Männer verließen den Wagen. Ohne erkannt zu werden, konnte eine unmittelbare Verfolgung durch die Fahnder nicht aufgenommen werden. Als die beiden Verdächtigen kurz nach Auslösung einer Alarmanlage zum Fahrzeug zurückkehrten, erhärtete sich der Verdacht einer Straftat.

Die Beamten entschlossen sich zum Zugriff. Ein 28-jähriger Mann konnte widerstandslos festgenommen werden, die zweite Person flüchtete durch mehrere Gärten und versteckte sich schließlich in einem Kellerabgang.

Der nacheilende Polizeibeamte konnte den 36-jährigen Mann aus Düsseldorf dort antreffen. Der Verdächtige verbarg seine Hände unter seiner Jacke, so dass der Beamte den Eindruck hatte, dass er dort eine Waffe verborgen hält.

Als der Düsseldorfer langsam die Treppe nach oben stieg, versuchte der Polizist ihn mittels Pfefferspray zu stoppen, was jedoch nicht gelang. Da der Mann immer noch seine Hände unter der Jacke verbarg und sie trotz mehrfacher Aufforderung nicht herausnahm, bestand für den Beamten eine unmittelbare Gefahr: Er gab einen Warnschuss aus der Dienstwaffe ab.

Kurz danach zeigte der 36-jährige seine Hände und konnte überwältigt und festgenommen werden. Im Kellerabgang wurden Beutestücke aus zwei zuvor begangenen Wohnungseinbrüchen in Krefeld an der Franz-Heckmann-Straße gefunden und sichergestellt. Die Ermittlungen gegen das Duo dauern an. Red. 

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