Nach einem Brand ist ein Haus am Frankenring unbewohnbar. Ein Bewohner musste ins Krankenhaus gebracht werden, die anderen sind unverletzt.

Eine 93-Jährige ist nach einem Küchenbrand in Lebensgefahr. Am Frankenring brannte ein Dachstuhl. Das Haus ist unbewohnbar.
Mithilfe einer Drehleiter konnten die Einsatzkräfte den Brand im viergeschossigen Mehrfamilienhaus am frühen Sonntagmorgen löschen.

Mithilfe einer Drehleiter konnten die Einsatzkräfte den Brand im viergeschossigen Mehrfamilienhaus am frühen Sonntagmorgen löschen.

Feuerwehr und Rettungskräfte transportieren einen der Bewohner aus dem Haus an der Augustastraße hinaus.

samla, Bild 1 von 2

Mithilfe einer Drehleiter konnten die Einsatzkräfte den Brand im viergeschossigen Mehrfamilienhaus am frühen Sonntagmorgen löschen.

Krefeld. Als die Feuerwehr am frühen Sonntagmorgen auf dem Frankenring/Ecke Dionysiusstraße eintrifft, steht ein Mann auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses. In seinen Armen hält er einen Hund. Der Dachstuhl des Hauses brennt lichterloh.

Um 4.06 Uhr geht in der Leitstelle der Alarm ein. Kurz darauf sind die Einsatzkräfte vor Ort. Das Dachgeschoss des viergeschossigen Wohnhauses am Frankenring steht in Flammen. Es ist nur wenige Schritte entfernt von dem Mehrfamilienhaus, in dem bei einem schweren Brand vor nicht einmal einem Jahr ein Mann und sein Hund ums Leben kamen.

Erfolgreiche Rettungsaktion: Hund und Herrchen in Sicherheit

„Der Bewohner der Dachgeschosswohnung war mit seinem Hund auf die Dachfläche geflüchtet und drohte in die Tiefe zu stürzen“, skizziert Feuerwehrsprecher Klaas Henkel den dramatischen Anblick, der sich den eintreffenden Einsatzkräften am Sonntagmorgen bot. Seine Kollegen „haben dann das gemacht, was wir in so einer Situation tun müssen: das Feuer erst mal vernachlässigt und ein Sprungpolster bereitgestellt, um die Person, falls sie fällt oder springt, retten zu können.“ Parallel kam eine Drehleiter zum Einsatz, über die die Feuerwehrmänner den Bewohner in Sicherheit bringen konnten, nachdem dieser seinen Hund über Sprungpolster gerettet hatte. Mit einer schweren Rauchgasvergiftung kam der Mann ins Krankenhaus, sein Hund ist wohlauf.

Die 27 weiteren Bewohner des Mehrfamilienhauses sind nach Angaben der Feuerwehr unverletzt. Sie wurden während der Löscharbeiten in einem von den Stadtwerken Krefeld (SWK) bereitgestellten Bus betreut. Die angrenzenden Häuser konnten die Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Fischeln vor den Flammen schützen. Um 7 Uhr morgens waren noch 45 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz, um Glutnester im Bereich des Dachgeschosses zu löschen. Der Einsatz endete laut Feuerwehrsprecher Henkel gegen 8.30 Uhr.

Feuer Der Dachstuhlbrand am Sonntagmorgen ist bereits der zweite verheerende innerhalb kurzer Zeit am Frankenring. In der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai 2016, waren an der Ecke Frankenring/St.-Anton-Straße bei einem Feuer in einem benachbarten Mehrfamilienhaus ein 46-jähriger Mann und sein Hund ums Leben gekommen. Ermittlungen ergaben, dass eine brennende Zigarette, mit der der Bewohner eingeschlafen war, die Ursache für das Feuer gewesen ist. Derzeit wird an dem Haus der Dachstuhl neu gebaut. Das Brandhaus am Frankenring/Ecke St.-Anton-Straße soll, wie die WZ vermeldete, voraussichtlich im Mai vollständig saniert sein.

Am Sonntagnachmittag zeugen nur noch einige Absperrungen auf dem Gehweg vor dem Wohnhaus und ein großes Loch im Dach von dem Unglück, dass hier in den frühen Morgenstunden passiert ist. Die Kriminalpolizei hat die Einsatzstelle versiegelt und die Ermittlungen aufgenommen. Ab heute soll ein Brandsachverständiger die Ursache für das Feuer klären.

Derweil können Autofahrer den Frankenring nicht mehr über Blumen- und Jägerstraße erreichen – beide Straßen sind bis auf weiteres gesperrt, wie eine Polizeisprecher mitteilt. Er erklärt: „Es besteht Gefahr, dass von der Fassade oder vom Dach des Hauses noch Schutt herunterfällt.“ Weiter seien die Marktstraße in Fahrtrichtung Ring, ebenso Gutenbergstraße und Am Westbahnhof derzeit nur für Anlieger frei. Auf dem Frankenring ist auf Höhe der Einsatzstelle ein Fahrstreifen gesperrt. Das Haus ist nach dem Brand unbewohnbar. Das Wasser, das zum Löschen des Feuers im Dachgeschoss eingesetzt wurde, habe vermutlich in den unteren Wohnungen zu einem Wasserschaden geführt, erklärt Feuerwehrsprecher Henkel.

Ein Großteil der Bewohner sei inzwischen privat untergebracht.

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