Brand brach im Erdgeschoss der Klinik an der Oberdießemer Straße aus. Zum Glück wurde niemand verletzt.

Dirk Jochmann
Von dieser Sitzgruppe ging der Brand im Alexianer-Krankenhaus aus. Er zerstörte weite Teile des Erdgeschosses in Haus 1.

Von dieser Sitzgruppe ging der Brand im Alexianer-Krankenhaus aus. Er zerstörte weite Teile des Erdgeschosses in Haus 1.

Dirk Jochmann

Von dieser Sitzgruppe ging der Brand im Alexianer-Krankenhaus aus. Er zerstörte weite Teile des Erdgeschosses in Haus 1.

Krefeld. Ein Brand im Alexianer-Krankenhaus an der Oberdießemer Straße hat am Sonntagmorgen das Erdgeschoss des Hauses 1 erfasst und große Teile davon vernichtet. Rauch breitete sich in weiteren Teilen des Gebäudes aus. Zum Glück wurde niemand verletzt.

Die automatische Brandmeldeanlage hatte um 10.38 Uhr in der Leitstelle der Berufsfeuerwehr Alarm geschlagen. Meistens sind es Fehlalarme, wenn die Systeme einen Brand melden. Diesmal drang beim Eintreffen der ersten Kräfte bereits Rauch ins Freie. "Wir haben sofort die Alarmstufe erhöht", sagt Einsatzleiter Dietmar Meißner. Der stellvertretender Leiter der Krefelder Feuerwehr war in Bereitschaft zu Hause und wurde alarmiert, als die Brandmeldung bestätigt wurde.

"Wir konnten schon nicht mehr zur Brandmeldezentrale vordringen", berichtet Feuerwehrsprecher Christoph Manten von der Situation in den ersten Minuten. Dort kann üblicherweise abgelesen werden, welche Bereiche der Klinik bereits vom Rauch betroffen sind - jetzt war die Zentrale selbst komplett von Rauch umgeben.

Im Erdgeschoss des Hauses 1 war der Brand offenbar an einer Sitzgruppe vor der Patientenaufnahme ausgebrochen. Dort befinden sich nur Büros und die Zimmer von Therapeuten und Ärzten, wie Klinik-Geschäftsführer Michael Wilke der WZ sagte. Im gesamten Flurbereich breiteten sich Feuer und heiße Brandgase unter der Decke aus. Der Qualm drang erstaunlicherweise auch in Treppenraum und die Etage darüber. "In den Patientenzimmern war aber kein Rauch, so dass wir dort niemanden retten mussten", sagt Christoph Manten. Nachdem das Gebäude komplett vom Rauch befreit war, wurden alle Bewohner untersucht. "Es ist aber niemand verletzt worden", berichtet Einsatzleiter Meißner. Sechs Atemschutztrupps hatten die betroffenen Abteilungen des Hauses vorsorglich abgesucht, ein weiterer löschte die Flammen im Erdgeschoss.

Die Klinikleitung arbeitete noch am Morgen an einem Evakuierungsplan, wohin die Patienten aus der ersten Etage gebracht werden können, aber auch wo die Mitarbeiter aus der betroffenen Etage vorerst arbeiten werden.

Die Feuerwehr war mit beiden Wachen der Berufsfeuerwehr und den Freiwilligen Feuerwehren aus Fischeln und Oppum im Einsatz. Zusammen mit dem Rettungsdienst waren knapp 60 Kräfte eingesetzt. Die Polizei sperrte den Bereich rund um die Klinik ab. Sie hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

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