Zwei Personen erleiden bei Wohnungsbrand lebensgefährliche Rauchgasvergiftungen. Unter den Verletzten ist auch ein Säugling.

Zwei Personen erleiden bei Wohnungsbrand lebensgefährliche Rauchgasvergiftungen. Unter den Verletzten ist auch ein Säugling.
Eine Verletzte musste mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Aachen geflogen werden.

Eine Verletzte musste mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Aachen geflogen werden.

dpa

Eine Verletzte musste mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Aachen geflogen werden.

Krefeld. Neun Menschen sind Montagmorgen bei einem Wohnungsbrand an der Elisabethstraße durch Rauchvergiftungen verletzt worden, darunter ein zwei Monate alter Säugling. Eine 51-jährige Frau schwebt nach Angaben der Polizei in Lebensgefahr. Die Verletzte war am Montag mit einem Rettungshubschrauber in das HBO-Zentrum nach Aachen ausgeflogen worden.

In der Klinik werden Patienten durch reinem Sauerstoff und Druck, der „hyperbaren Sauerstofftherapie“ (HBO), behandelt. Der Säugling blieb zur Beobachtung im Krankenhaus, schwebt aber nicht mehr in Lebensgefahr. Alle anderen Personen konnten das Krankenhaus am Montag wieder verlassen.

Anwohner retten sich aus eigner Kraft vor den Flammen

Gegen 5.22 Uhr ging bei den Rettungskräften ein Notruf eines Nachbarn ein, der den Brand in einem Mehrfamilienhaus an der Elisabethstraße meldete. Einige Anwohner hatten sich aus eigener Kraft bereits vor der Ankunft der Rettungskräfte vor den Flammen in Sicherheit gebracht und warteten vor dem Haus. Aus der Dachgeschosswohnung, in der das Feuer ausgebrochen war, musste die Feuerwehr die 51-jährige Frau und den Säugling mit Hilfe einer Drehleiter befreien.

Den Brand konnten die Rettungskräfte durch den Einsatz von zwei Trupps mit Atemschutzgeräten nach eigenen Angaben schnell löschen. „In der Wohnung brannten Möbel. Die hohe Anzahl an betroffenen Personen bei diesem Einsatz war schon nicht alltäglich“, erklärte Ralf Tebarts von der Feuerwehr.

Die Verletzten waren sowohl Anwohner der Dachgeschosswohnung, in der das Feuer ausgebrochen war, als auch der umliegenden Wohnungen in dem Haus. Warum es zu dem Feuer kam, war am Montag noch unklar.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Nach Angaben der Beamten könne ein Brandsachverständiger erst Dienstag die Wohnung in Augenschein nehmen. Angaben darüber, ob in der Wohnung ein Rauchmelder installiert war, der seit Anfang des Jahres in allen Haushalten in Nordrhein-Westfalen Pflicht ist, konnten Polizei und Feuerwehr nicht machen.

Bei dem Brand waren 40 Kräfte der Berufsfeuerwehr- und der freiwilligen Feuerwehr, sechs Rettungswagen und zwei Notärzte im Einsatz.

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