Fußgängerzone: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Radfahrerin wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Fußgängerzone: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Radfahrerin wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.
Staatsanwältin Anna Stelmaszczyk ermittelt gegen die Radfahrerin wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Staatsanwältin Anna Stelmaszczyk ermittelt gegen die Radfahrerin wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Andreas Bischof

Staatsanwältin Anna Stelmaszczyk ermittelt gegen die Radfahrerin wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Krefeld. Aufregung im Netz. In mehreren Krefelder Facebook-Gruppen wird heftig ein Video diskutiert, indem satte 2:07 Minuten lang zu sehen ist, wie mehrere Polizeibeamte eine Radfahrerin niederringen.

Die Szenerie: Inmitten der Krefelder Fußgängerzone auf der Hochstraße hat sich eine Menschentraube gebildet. Gebannt blicken die Passanten, wie eine Polizeibeamtin eine augenscheinlich ältere Radfahrerin zu Boden ringt. Die Frau klammert sich – mit Tüten bepackt – an ihr Lenkrad. Weitere Polizeibeamte kommen hinzu. Am Ende sind es fünf Ordnungshüter, die die Frau sehr unsanft von ihrem Fahrrad trennen.

Immer wieder ist zu hören, wie die Frau laut ruft: „Ich habe überhaupt nichts getan.“

Erste Frage: Wann war das? Im Netz kursierten zunächst Gerüchte, das Video würde vom 29. Februar stammen und sei demnach aktuell.

Bei der Polizei konnte man am Dienstag zu dem Video keine Angaben machen und musste die Sachlage zunächst selber prüfen. Später verwiesen die Ordnungshüter an die Krefelder Staatsanwaltschaft.

Diese erklärte, das Bildmaterial stammt vom 7. November. „Der Vorfall ereignete sich gegen 17.30 Uhr in der Krefelder Innenstadt auf der Neusser Straße“, erklärt Staatsanwältin Anna Stelmaszczyk auf Nachfrage der WZ.

Auch wegen der Veröffentlichung des Videos wird ermittelt

Die Staatsanwältin erläuterte weiter, dass man gegen die Fahrradfahrerin wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermitteln würde. „Im Hinblick auf das Video prüfen wir den Anfangsverdacht einer Straftat nach Paragraph 33 Kunsturhebergesetz gegen denjenigen, der das Video veröffentlicht hat“, so Stelmaszczyk.

Die Polizeibehörde selbst wollte sich gegenüber der WZ nicht zu dem Vorfall äußern, erklärte dafür Dienstag auf ihrer Facebook-Seite: „Das Handyvideo stellt die Endphase einer Festnahme auf der Neusser Straße vom 7. November 2015 dar. Eine Polizeibeamtin wollte eine 53-jährige Frau anhalten, weil sie mit ihrem Fahrrad verbotswidrig durch die belebte Fußgängerzone fuhr und eine Gefahr für andere darstellte.

Dagegen wehrte sich die Fahrradfahrerin erheblich und verletzte die Polizeibeamtin. Aus diesem Grund rief die Polizeibeamtin einen Streifenwagen zur Unterstützung. Gegen die Frau wurde ein Strafverfahren eingeleitet.“

Im Internet sind die Menschen geteilter Meinung über das Vorgehen der Polizisten.

Fast 8000 Mal ist das Video insgesamt bereits geteilt worden.

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