Der Bürgerverein Bahnbezirk lädt am 14. April wieder auf den Alexanderplatz – 25 Jahre nachdem die Grünfläche umgestaltet wurde.

Der Bürgerverein Bahnbezirk lädt am 14. April wieder auf den Alexanderplatz – 25 Jahre nachdem die Grünfläche umgestaltet wurde.
In den vergangenen Jahren lockte das Kirschblütenfest hunderte Besucher an. In diesem Jahr feiern die Veranstalter ein Jubiläum. Archivfoto : Dirk Jochmann

In den vergangenen Jahren lockte das Kirschblütenfest hunderte Besucher an. In diesem Jahr feiern die Veranstalter ein Jubiläum. Archivfoto : Dirk Jochmann

Manfred Stein, Michael Otterbein und Roland Boosen (v.l.) haben als Mitglieder im Bürgerverein Bahnbezirk zusammen mit Robert McCroy das Kirschblütenfest organisiert.

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In den vergangenen Jahren lockte das Kirschblütenfest hunderte Besucher an. In diesem Jahr feiern die Veranstalter ein Jubiläum. Archivfoto : Dirk Jochmann

Mitte. Fast täglich schaut Roland Boosen neugierig aus dem Fenster. Direkt vor seinem Wohnhaus liegt der Alexanderplatz. Kahl, fast ein bisschen nackt sehen die Bäume auf dem Platz dort derzeit aus. „Die Knospen sind aber schon zu sehen“, sagt Boosen. In vier Wochen etwa soll die japanische Kirschblüte dann in voller Pracht stehen. Pünktlich zum 4. Kirschblütenfest, das am 14. April auf dem Alexanderplatz stattfindet.

Eine Verschiebung des Festes ist keine Option

Für den Bürgerverein Bahnbezirk, der das Fest veranstaltet, sind die kommenden Wochen fast ein kleines Abenteuer. „Die Bäume blühen nur maximal zehn Tage, eine Versicherung, dass sie zum Fest in voller Pracht stehen, gibt es nicht“, schmunzelt Boosen. Eine kurzfristige Verschiebung der Veranstaltung sei nur kurz diskutiert worden. „Die Vorstandskollegen haben mir da eine klare Absage erteilt – dazu ist der organisatorische Aufwand für das Kirschblütenfest zu groß.“

Die ehemals als kleines Fest des Bürgervereins geplante Veranstaltung lockte in den vergangenen Jahren hunderte Besucher an. „Dieser Zuspruch hat uns anfangs schon ein bisschen überrascht“, gibt Boosen zu. Doch mit Unterstützung, vor allem der vielen kreativen Köpfe des Samtweberviertels in der Nachbarschaft, schafft es der „kleine“ Bürgerverein mit seinen 80 Mitgliedern, jedes Jahr aufs Neue das Fest auf die Beine zu stellen. Kulinarisch wird das Kirschblütenfest von den vielen Vereinen im Viertel begleitet. Zudem gibt es zwischen 13 und 20 Uhr ein durchgängiges Bühnenprogramm.

„In diesem Jahr haben wir ein ganz besonderes Kirschblütenfest“, sagt Manfred Stein, ebenfalls vom Bürgerverein Bahnbezirk. Es wird das 25-jährige Bestehen des Alexanderplatzes nach seiner Umgestaltung gefeiert.

1993 wurde der Alexanderplatz umgebaut

„Dem Platz wurde 1993 durch Umbauarbeiten sein ursprüngliches Gesicht wieder gegeben“, erinnert sich Stein. Und als wäre das nicht schon Grund genug, bestreitet der Bürgerverein in diesem Jahr sein 120-jähriges Bestehen. Auf der Südseite des Alexanderplatzes werden die Ehrenamtler ihre Arbeit und die Historie ihres Vereins im Rahmen des Kirschblütenfestes in einer Präsentation darstellen. „Um vor allem junge Menschen für die Arbeit im Bürgerverein zu interessieren, haben wir die Vereinssatzung im vergangenen Jahr dahingehend geändert, dass sich Menschen mit Ideen für eigene Projekte unkompliziert dem Bürgerverein anschließen können und somit Unterstützung für ihre Ideen bekommen“, berichtet Boosen.

Alexanderplatz Der Platz zwischen Lewerentzstraße und Alter Deutscher Ring befindet sich im Herzen des Gebiets des Bürgervereins Bahnbezirk. Er ist nach Alexander König benannt, der in diesem Bereich eine Ölmühle betrieb. Er schenkte der Stadt – genauer gesagt, den am Platz ansässigen Haus- und Grundbesitzern – den Innenplatz, der nicht bebaut werden darf.

Bewohner Am Alexanderplatz wohnte zeitweise der Künstler Josef Beuys.

Im Detail will der Bürgerverein diese Idee am 14. April Interessierten vorstellen. Zur finanziellen Unterstützung des Vereins haben die Ehrenamtler Ansteckbuttons produzieren lassen, die am Kirschblütenfest von den Besuchern erworben werden können. Auf der Bühne wird Charly Niessen das Fest gegen 13 Uhr eröffnen, bevor der Bürgervereinsvorsitzende Andreas Stomps und Oberbürgermeister Frank Meyer die Besucher mit kurzen Reden begrüßen werden. Es folgen musikalische und tänzerische Auftritte von unterschiedlichen Gruppen und Einzelkünstlern bis etwa 19 Uhr. Das Fest endet offiziell gegen 20 Uhr.

Gefeiert wird auf dem gesamten Alexanderplatz, auf dem auf der Nord-, Süd- und West-Seite Stände aufgebaut sind. Für Autofahrer gilt am Festtag zwischen 7 und 22 Uhr ein generelles Park- und Fahrverbot auf dem Alexanderplatz.

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