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Andreas Bischof

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Krefeld. Das große Schweigen herrschte am Dienstag vor der Strafkammer des Landgerichtes Krefeld. Eigentlich ist die Sache klar: Im April 2011 hatten drei Männer das Haus einer Familie an der Von-Beckerath-Straße betreten und sollen Bargeld und Schmuck entwendet haben. Dabei sollen die Männer ihre Opfer auch mit einem Schlagstock angegriffen haben. Doch weder die Geschädigten, noch einer der mutmaßlichen Täter, erklärten sich bisher vor Gericht. Angeblich soll es sich bei der handfesten Auseinandersetzung um einen „Familienstreit“ gehandelt haben, der inzwischen „intern“ geklärt wurde.

Der Vorsitzende Richter erklärte, er könne aber das Verfahren nicht einfach so einstellen. Schließlich geht es um eine Anklage wegen schweren Raubes. „Ohne die Zeugen wird das Verfahren nicht zu Ende gehen“, mahnte er. Eine der – trotz Ladung – nicht erschienenen Zeuginnen bekam ein Ordnungsgeld aufgebrummt. Eine Nachbarin konnte dann doch etwas zur Klärung beitragen. Sie hatte aus nächster Nähe gesehen, wie die Männer das Haus verließen. Die Nachbarn hätten verletzt noch die Verfolgung aufgenommen, schilderte die Frau. Ob der Angeklagte einer der Angreifer war, konnte die Zeugin aber nicht beantworten. jre

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