Nachfrage an ermäßigter Monatskarte verhalten.

Nahverkehr
Die Nachfrage nach dem Sozialticket bleibt noch deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Die Nachfrage nach dem Sozialticket bleibt noch deutlich hinter den Erwartungen zurück.

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Die Nachfrage nach dem Sozialticket bleibt noch deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Krefeld. Seit dem 1. Januar gibt es das Sozialticket, die ermäßigte Monatskarte für den öffentlichen Nahverkehr auch in Krefeld. „Die Nachfrage ist aber schleppend angelaufen“, sagt SWK-Sprecherin Dorothee Winkmann. Für die Stadt Krefeld und den Kreis Viersen habe man zusammen bislang im Schnitt 1200 Sozialtickets im Monat verkauft. Das sei noch nicht einmal die Hälfte von dem, was man anhand von Marktforschung und Erfahrungen aus anderen Gebieten eingeplant hat.

Die Nutzer der Fahrkarte, die offiziell „meinTicket“ heißt, hätten überwiegend schon vorher andere Angebote der SWK genutzt, erklärt Winkmann. Für Krefeld ist allerdings eine leicht steigende Tendenz erkennbar. „Das neue Ticket musste sich erst etablieren“, sagt die SWK-Sprecherin. Schließlich gibt es das Angebot erst seit Januar. Die Stadt hatte sich nicht an der Probephase im Jahr 2012 beteiligt – CDU, FDP und UWK hatten die Einführung mit Verweis auf zusätzliche Kosten abgelehnt.

Zum Jahreswechsel hat der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) das Sozialticket als Regeltarif eingeführt. Berechtigte können es seitdem auch in Krefeld erwerben. Es kostet 29,90 Euro pro Monat und gilt für beliebig viele Fahrten im gesamten Stadtgebiet. Der Inhaber darf an Wochenenden und Feiertagen ganztags sowie von Montag bis Freitag ab 19 Uhr bis zu drei Kinder unter 15 Jahren kostenlos mitnehmen.

Etwa 37 000 Krefelder sind anspruchsberechtigt

Anspruch auf das Sozialticket hat, wer Hilfsleistungen erhält, darunter Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Sozialhilfe oder Wohngeld. Interessenten müssen sich an das Amt oder Jobcenter wenden, von dem sie die Leistungen erhalten. Dort wird ein Berechtigungsausweis ausgestellt, mit dem bei den SWK oder deren Vertriebspartnern das Sozialticket gekauft werden kann. Bei Kontrollen müssen Personal- und Berechtigungsausweis sowie das Ticket vorgezeigt werden. Nach Angaben der Stadt sind etwa 37.000 Krefelder anspruchsberechtigt.

Zu möglichen Kosten, die das Sozialticket verursacht, könne man noch keine Aussagen machen, sagt Winkmann: „Dazu ist es zu früh. Wir werden nach einem Jahr Bilanz ziehen.“ Die SWK erhalten je verkauftem Sozialticket einen Zuschuss vom Land in Höhe von 12,39 Euro für Krefeld und 34,68 Euro im Kreis Viersen. peg

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