Bilanz der achten Auflage des Projekts fällt positiv aus. Aber es gibt Kritik an mangelnder Wertschätzung der dualen Ausbildung.

Rundum zufriedene Gesichter beim Bilanz-Pressegespräch zur Check-in Berufswelt.
Rundum zufriedene Gesichter beim Bilanz-Pressegespräch zur Check-in Berufswelt.

Rundum zufriedene Gesichter beim Bilanz-Pressegespräch zur Check-in Berufswelt.

Dirk Jochmann

Rundum zufriedene Gesichter beim Bilanz-Pressegespräch zur Check-in Berufswelt.

Auch die achte Auflage der Nachwuchsinitiative Check-in Berufswelt war ein Erfolg. 232 Ausbildungsunternehmen in Krefeld, Mönchengladbach, im Kreis Viersen und Rhein-Kreis Neuss öffneten an vier Nachmittagen ihre Türen und informierten über Angebote zur dualen Berufsausbildung und zu dualen Studiengängen. Mehr als 4300 Jugendliche kamen und 37 Schulen beteiligten sich als Check-in-Schule. „Ich bin begeistert von der Resonanz, die wir all die Jahre dank der 17 Initiatoren aus Wirtschaft und Organisationen erzielen“, zog IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz im neuen Gebäude des IT-Unternehmens GOB, einem Check-in-Teilnehmer der ersten Stunde, im Europark Fichtenhain Bilanz.

Azubis informieren Schüler über die Möglichkeiten

Teil des Erfolges sei, dass die Auszubildenden in vielen Unternehmen neben den Ausbildern die Information der jungen Gäste selbst bestreiten, was glaubhaft wirkt. Auf jeden Fall wolle man die Berufsorientierung mit den Schulen gemeinsam fortführen, versprach Steinmetz.

Im nächsten Jahr will man zusätzlich eine Initiative bei Sportvereinen starten. Die Aktion sei kein Selbstläufer, sondern müsse vielmehr dauerhaft beworben werden - nicht zuletzt, weil es immer weniger Schüler gibt und immer mehr in ein Studium drängen. Aus diesen Gründen seien es dieses Mal 300 Schüler weniger gewesen. „Das ist Jammern auf hohem Niveau“, sagte Oberbürgermeister Frank Meyer. „Ich freue mich riesig für die Stadt Krefeld, dass Check-in so erfolgreich ist - vor allem in dieser Kontinuität. Uns als Stadt und Arbeitgeber geht es da nicht anders. Mein Wunsch ist, dass Check-in mit der gleichen Power fortgesetzt wird.“

Auch die anderen Mitglieder des Initiativkreises wollen sich weiter engagieren. Die Arbeitsagentur sieht in der Aktion einen wichtigen Stellhebel, auch um hohe Abbruchquoten zu vermeiden. Die Kreishandwerkerschaft will mehr Handwerksbetriebe zum Mitmachen bewegen, und die Wirtschaftsförderung hat das ehrgeizige Ziel, in Krefeld erstmals mehr als 100 Ausbildungsbetriebe zum Mitmachen zu motivieren.

Die beteiligten Schulen - in Krefeld waren es zehn von 37 in der Region - profitieren von der Aktion ebenso wie die Unternehmen. Die Lehrer lobten unter anderem, dass die Aktion bei den Schülern gut ankommt und darüberhinaus eine große Unterstützung für den Schulunterricht darstellt. Schulen wie Schüler knüpften dabei wertvolle Kontakte, sei es für Praktika oder für die bevorstehende Bewerbung.

In den beteiligten Schulen gehören Vor- und Nachbereitung von Check-in zum Schulprogramm. Einige Lehrer beklagen aber auch, dass es bei vielen Eltern an der Wertschätzung für die duale Ausbildung fehle, die Kinder zum Studium getrieben würden und dort viele scheiterten.

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