Vorstand erwartet beim Preis zunächst keine großen Veränderungen.

Krefeld. Trotz Wirtschaftskrise und des heiß umkämpften Energiemarktes sind die Stadtwerke mit dem Jahr 2009 zufrieden: "Wir erwarten ein zufriedenstellendes Ergebnis 2009", sagt Vorstand Carsten Liedtke. Er will allerdings zu diesem Zeitpunkt noch keine Details nennen.

Allerdings warnt er die Stadt davor, der Tochter noch tiefer in die Tasche zu greifen. "Wenn es politisch gewollt ist, dass unsere Ausschüttung höher ausfallen soll, werden wir uns diesem Votum natürlich beugen. Allerdings müssen wir darauf hinweisen, dass dies unsere Handlungsfähigkeit am Markt einschränkt. Wir können dann nicht mehr so viel investieren."

In diesem Jahr wird der Kampf um die Kunden sich noch weiter zuspitzen, ist Liedtke überzeugt.

Kunden außerhalb der Stadt sollen Verluste wettmachen

Mittlerweile tummeln sich in Krefeld fast 100 Stromanbieter auf dem Markt und buhlen um Kunden. "Bisher läuft das im Bereich Gas noch eher zäh, aber das wird sich 2010 ändern, auch in diesem Bereich werden wir Nutzer verlieren. Denn diese werden preissensibler, technikaffiner und wechselbereiter."

Genau wie beim Strom werden die SWK versuchen, diese Verluste in Krefeld durch Anwerben von Kunden außerhalb der Stadt wettzumachen. Doch selbst wenn dies zahlenmäßig gelingt, gibt es auf der Einnahmenseite natürlich Diskrepanzen zwischen einem Klassik-Kunden in Krefeld oder einem Online-Bezieher irgendwo in der Republik.

Was die Energiepreise angeht, sieht Liedtke derzeit keine großen Veränderungen. Doch das werde nicht so bleiben, prophezeit er. "Mit anziehender Konjunktur werden auch die Rohstoff- und damit die Energiepreise wieder steigen." Hinzu kommen politische Steuerungsmechanismen wie der Zuschlag für erneuerbare Energien oder ab 2013 die CO2-Zertifikate. All dies werde sich auf Gas- und Strompreise negativ auswirken.

Umso interessanter seien neue technische Entwicklungen wie der intelligente Zähler. Der ist seit dem 1. Januar 2010 für Neubauten bereits verpflichtend. "Das wird spannend, wenn man dann variable Tarife anbieten kann, die die Preise nach Uhrzeit differenzieren."

Kooperationen sichern Arbeitsplätze in Krefeld

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, setzen die SWK weiter auf Kooperationen. Derzeit sind zwar keine konkreten Schritte geplant, aber das Beispiel Wachtendonk zeige, da geht was. Die SWK betreiben ab Juli 2010 das Stromnetz der niederrheinischen Gemeinde. Liedtke: "Das sichert auch hier in Krefeld Arbeitsplätze."

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