Souvenirkarten von Eishockey-Spielern wechseln die Besitzer. Für die seltenen Stücke reisen Sammler aus ganz Deutschland an.

Die Organisatoren der ersten Playercardbörse Christoph Tümmers (l.) und Frank Langen (r.) sind mit der Besucher-Resonanz zufrieden. Im Spätsommer soll die nächste Börse stattfinden.
Die Organisatoren der ersten Playercardbörse Christoph Tümmers (l.) und Frank Langen (r.) sind mit der Besucher-Resonanz zufrieden. Im Spätsommer soll die nächste Börse stattfinden.

Die Organisatoren der ersten Playercardbörse Christoph Tümmers (l.) und Frank Langen (r.) sind mit der Besucher-Resonanz zufrieden. Im Spätsommer soll die nächste Börse stattfinden.

Andreas Bischof

Die Organisatoren der ersten Playercardbörse Christoph Tümmers (l.) und Frank Langen (r.) sind mit der Besucher-Resonanz zufrieden. Im Spätsommer soll die nächste Börse stattfinden.

Krefeld. Eigens aus Mannheim war Martin Konietzko (47) nach Krefeld ins "Bröckske" gekommen, um seine Sammlung an Eishockey-"Player Cards" zu vervollständigen und Exemplare daraus anzubieten.

Bei der ersten Krefelder Börse dieser Art konnte er seltene Stücke anbieten: Druckplatten der Souvenir- und Autogrammkarten, das Stück 70 Euro wert, so auch von Glen Goodall (39), der am Abend zuvor die Ingolstädter Panther gegen die Pinguine zum Sieg geschossen hatte.

Pinguine-Fan Christoph Tümmers (37), Buchhalter, der die Börse gemeinsam mit Frank Langen (42), Kaufmann und Betreiber eines Fan-Ladens, organisiert hatte, besitzt rund 60000 Spieler-Karten der verschiedensten Größe aus neun Ländern, vor allem USA, Kanada, aber auch Finnland und Schweden, nicht nur aus den ersten Ligen, auch aus niedrigerklassigen Vereinen.

Mehr noch als die mit Bild und persönlichen Angaben der Spieler gestalteten Karten interessieren ihn die Autogramme, die er am liebsten selbst bei den Spielern abholt.

Stolz ist er auf eine Karte mit dem Idol Wayne Gretzky aus Kanada, dessen Namenszug er 2001 in Hannover ergatterte. Sein Kommentar: "Unveräußerlich".

Eingeschweißte Teile von Christian Erhoffs Trikot sind eine Besonderheit

In Krefeld hält ihn die strenge Sicherheitskontrolle von der Autogrammjagd ab, deshalb fährt er häufig zu den Stadien in Duisburg und Düsseldorf, da ist es kein Problem.

Den Krefelder Spieler Christian Erhoff, der seit mehreren Jahren bei den "St. José Sharks" in Kalifornien spielt, hat Frank Langen in zig Karten-Versionen vorrätig, auch mit eingeschweißten Teilen seines Trikots.

Diese "Jersey-Cards" sind deshalb so wertvoll, weil sie nur in begrenzter Auflage hergestellt werden. Langen hat einen "Erhoff 1/11". Von den Pinguinen gibt es in dieser Saison keine Jersey-Cards, bedauert Langen. Den Grund kennt er nicht, schätzt aber, dass diese Karten ein "Renner" wären.

An acht Tischen bieten Sammler ihre Schätze an, die in Alben, Folien und Kästchen verpackt sind. Frank Langen will im Spätsommer die nächste Börse veranstalten, wenn die neuen Mannschaften ins Punkte-Rennen gehen.

Auf Karten deutscher Spieler in allen Varianten hat sich Nils Ollig (32) spezialisiert, der mit schwerem Gepäck aus Köln angereist ist.

Seit zehn Jahren sammelt Helge Degen (56) aus Düsseldorf, Lehrer an einem Gymnasium, Player Cards von Eishockeyspielern, vor allem mit Autogrammen.

"Jeder hat so seine Reliquien", meint er. Er hatte von der Krefelder Börse gehört und versucht, ein paar Schnäppchen zu erwischen.

Gerade blättert er bei Tümmers in einem Album mit größeren Bildern, alle original signiert, zum Beispiel von Andy McDonald von den Mighty Ducks im kalifornischen Anaheim. Aber nicht nur über Karten freut er sich, zum Beispiel auch aufs Wochenende, wenn die Pinguine am Tulpensonntag zur DEG fahren.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer