Der Projektentwickler sollte verschiedene Pläne präsentieren. Daraus wurde nichts.

ECE möchte das Einkaufszentrum am liebsten in Richtung Theaterplatz bauen. Damit ist der Oberbürgermeister nicht einverstanden.
ECE möchte das Einkaufszentrum am liebsten in Richtung Theaterplatz bauen. Damit ist der Oberbürgermeister nicht einverstanden.

ECE möchte das Einkaufszentrum am liebsten in Richtung Theaterplatz bauen. Damit ist der Oberbürgermeister nicht einverstanden.

ECE möchte das Einkaufszentrum am liebsten in Richtung Theaterplatz bauen. Damit ist der Oberbürgermeister nicht einverstanden.

Krefeld. Die Enttäuschung ist groß. Eigentlich waren die Fraktionsvorsitzenden am Donnerstag ins Rathaus gekommen, um sich verschiedene Pläne für ein Einkaufszentrum in der Stadtmitte vorstellen zu lassen. Doch Oberbürgermeister Gregor Kathstede hatte die Vertreter des Hamburger Projektentwicklers ECE kurzerhand ausgeladen.

Der Grund: Kathstede war sauer. Statt - wie verabredet - drei verschiedene Varianten für ein Shopping-Center rund um das Horten-Haus vorzustellen, präsentierten die Hamburger am Mittwoch vor der Verwaltungsspitze nur eine einzige: ihren Favoriten Theaterplatz.

Ausgehend vom Gelände des Horten-Hauses will man unter- und/oder oberirdisch die St.-Anton-Straße überqueren, Seidenweberhaus und Sparkasse Friedrichstraße abreißen und neu bauen.

Dieser Plan war schon vor vier Jahren Thema, stieß aber auf Ablehnung. Man befürchtete, dass der Süden der Innenstadt durch die Ausdehnung des Einzelhandels in Richtung Norden noch größere Probleme bekommt.

"Damit soll die Tür aber nicht zugeschlagen sein", betont der Oberbürgermeister. Anfang nächster Woche wolle man erneut miteinander sprechen, aber das Projekt müsse stadtverträglich sein: "Zudem mag es noch andere Interessenten geben", sagt Gregor Kathstede.

Ähnlich sieht es Jürgen Wettingfeld, der für die CDU an der Runde teilnahm: "Das Spiel ist noch lange nicht aus: ECE sucht den Weg der geringsten Mühe. Aber sie sehen jetzt, dass sie sich anstrengen müssen."

Ulrich Hahnen (SPD) findet es ebenfalls "wenig prickelnd", dass der Investor sich auf eine Fläche konzentriert, von der er hofft, dass sie billiger zu haben ist. Was ihn stört: Die Stadt habe sich durch die Äußerungen des Oberbürgermeisters im Vorfeld in die Hand von ECE begeben. "Wir brauchen dringend ein Gutachten, dass die Einzelhandelsverträglichkeit eines solchen Zenters untersucht, und einen Masterplan, in dem wir festlegen, wie die Innenstadt aussehen soll."

Stefani Mälzer (Grüne), kann die Absage zwar verstehen, hätte sich aber gewünscht, mit den Vertretern von ECE ins Gespräch zu kommen. Das wollen die Grünen, wie auch die FDP, am Montag in ihren Fraktionssitzungen nachholen. Mälzer hat Sorge, dass die Verwaltung nun alles auf die lange Bank schiebt: "Die Zeit hat der Einzelhandel nicht. Die Stadt muss selbst auf Investorensuche gehen." Zudem müsse sie dringend mit den Eigentümern des Horten-Gebäudes sprechen, um die Pläne zu koordinieren.

Auch Joachim C.Heitmann (FDP) bedauert, dass es nicht weitergeht. "Wir sind genauso weit wie vor vier Jahren." Vor diesem Hintergrund sei es gut, andere Vorhaben, wie die Schließung der Unterführungen oder die Bebauungspläne rund um das Behnisch-Haus, nicht zu stoppen: "Es ist falsch, sich von möglichen Investoren abhängig zu machen."

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