Vor Jahren hatte Krefeld in der Vorweihnachtszeit eine privat organisierte Eisbahn. Gestern ab Mittag hatte Krefeld wieder eine. Man muss wohl sagen, städtisch organisiert. Als es in der Mittagszeit zu frieren begann, verwandelte sich die Fußgängerzone in eine "Eisbahn" mit hoher Sturzgefahr.

Die GSAK bekam den Ärger der Bürger ab und reagierte. Sie schickte Mitarbeiter zur Hochstraße, wo sie laut städtischer Satzung gar nicht hin mussten: auf eine Anliegerstraße, die beim Streuen oder Räumen unterste Priorität hat.

Unterste Priorität darf die Gesundheit der Bürger aber nicht haben - deshalb reagierte die GSAK. Das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass hier eine Lücke im System ist, verbunden mit schlechter Werbung für die Einkaufsstadt. Alle paar Jahre ist auch in Krefeld richtig Winter. Dann muss auch außerhalb von Satzungen oder Prioritätenlisten flexibel reagiert werden.

Dann muss der Kommunale Ordnungsdienst die Innenstadt beobachten, Gefahren erkennen und melden. Er sollte Geschäftsleute dazu anhalten, ihre Eingänge großzügiger zu streuen, damit potenzielle Kunden Halt auf der Straße haben. Und man muss sich fragen, ob in die Satzung nicht außergewöhnliche Verhältnisse wie die von gestern Einzug finden sollten.

 

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