Die Polizei dankt Krefeldern für Einbruch-Hinweise. NRW-Innenminister Herbert Reul ist angetan von der Arbeit der Ermittler.

Die Polizei dankt Krefeldern für Einbruch-Hinweise. NRW-Innenminister Herbert Reul ist angetan von der Arbeit der Ermittler.
Wolfgang Weidner (4.v.l.) erläutert den Besuchern die Abläufe in der Polizei-Leitstelle. Auch NRW-Innenminister Herbert Reul (r.) hört aufmerksam zu.

Wolfgang Weidner (4.v.l.) erläutert den Besuchern die Abläufe in der Polizei-Leitstelle. Auch NRW-Innenminister Herbert Reul (r.) hört aufmerksam zu.

DJ

Wolfgang Weidner (4.v.l.) erläutert den Besuchern die Abläufe in der Polizei-Leitstelle. Auch NRW-Innenminister Herbert Reul (r.) hört aufmerksam zu.

Krefeld. Die Polizei in Krefeld putzt sich am Montag heraus. Der Innenminister von Nordrhein-Westfalen hat sich angekündigt. Neben Herbert Reul sind zudem 14 Krefelder in den Räumen am Nordwall zu Gast, die den Ermittlern in den vergangenen Wochen und Monaten wertvolle Hinweise geliefert haben. Hinweise, die in mehreren Fällen zur Ergreifung von Einbrechern führten. „Dafür wollen wir uns heute noch einmal ganz herzlich bei Ihnen allen bedanken“, erklärt Polizeipräsident Rainer Furth zu Beginn der Veranstaltung „Zeugencafé“. An seiner Seite eröffnet NRW-Innenminister Herbert Reul gestern die Aktionswoche gegen Einbrecher mit Namen „Riegel vor“ offiziell. „Ich finde es herausragend, dass die Polizei in Krefeld für die Zeugen noch mal extra so einen Termin macht“, sagt Reul, der betont wie wichtig es sei, dass jeder, wenn er etwas Verdächtiges beobachte, die Polizei informiere. „Nur so kriegen wir die Täter auf frischer Tat“, erklärt Reul.

Dass das gerade in Krefeld in den vergangenen Monaten besonders gut funktionierte, erläutern Polizeisprecherin Karin Kretzer und Rainer Furth. „Die Einbruchszahlen sind im ersten Halbjahr in Krefeld deutlich zurückgegangen, bei der Aufklärungsquote liegen wir deutlich über dem Landesschnitt“, sagt der Polizeipräsident.

Die Aufklärungsquote in Krefeld liegt über dem Landes-Trend

Die Polizei registrierte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 280 Einbrüche, also rund 26 Prozent und damit 72 Fälle weniger als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote lag bei 23,9 Prozent. Es sind diese Zahlen, die den Innenminister staunen und auf der Bühne zufrieden nicken lassen. Genauso stellt sich ein Minister einen öffentlichwirksamen Auftritt vor. Gute Zahlen, wirksame Bekämpfung von Einbrechern durch die Bevölkerung.

Dieser Besuch, es ist der erste von Reul in Krefeld, ist ein Erfolg für den Minister und die Polizei, die den Besuchern dann als Dank für ihre Mitarbeit noch den Gang in die Leitstelle gewährt. „Damit Sie mal sehen, wie die Leute, die die Anrufe unter 110 entgegennehmen, arbeiten“, erklärt Furth, der sich und seiner Behörde nach den Hochzahlen in 2015 die Bekämpfung des Wohnungseinbruchs als Prioritätenziel auf die Fahne geschrieben hat.

Mit den derzeit guten Ergebnissen will man sich bei den Ordnungshütern aber nicht zufriedengeben. „Wir bleiben dran und sind auch nach der Aktionswoche jederzeit im Kampf gegen Einbrecher unterwegs“, so Furth, der sich wünscht, dass die Krefelder, die gestern als wertvolle Zeugen im Präsidium von ihren Erlebnissen berichten und andere „anstiften“ sollen, in ähnlichen Fällen auch die Polizei zu informieren.

Einer, der das bereits vorgemacht hat, ist Michael Zieren. Im Oktober 2016 sah der Krefelder zwei Männer, die hastig in ein Auto mit auswärtigem Kennzeichen stiegen. Ihm kam die Situation verdächtig vor, er fotografierte kurzerhand das Nummernschild des Wagens. Kurze Zeit später konnten die Beamten zwei Tatverdächtige ermitteln, die zuvor in ein Haus an der Bärenstraße eingebrochen waren. In dem Auto fanden die Ermittler Schmuck, der aus einem anderen Wohnungseinbruch stammte. Die Männer wurden vorläufig festgenommen. Ein Richter erließ einen Untersuchungshaftbefehl. Fälle, die ohne den aufmerksamen Zeugen vielleicht nie geklärt worden wären.

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