Der Vater eines 13-jährigen Sohnes hat keine Lust auf lange, einsame Winterabende. Auch darum geht er morgen zur WZ-Single-Party.

Der Vater eines 13-jährigen Sohnes hat keine Lust auf lange, einsame Winterabende. Auch darum geht er morgen zur WZ-Single-Party.
Edgar Kühlen hat das Alleinsein satt. Am Samstag sucht er auf der WZ-Single-Party im Odeon sein Glück.

Edgar Kühlen hat das Alleinsein satt. Am Samstag sucht er auf der WZ-Single-Party im Odeon sein Glück.

Dirk Jochmann

Edgar Kühlen hat das Alleinsein satt. Am Samstag sucht er auf der WZ-Single-Party im Odeon sein Glück.

Wer Single ist, der will auch Single sein. Das könnte man jedenfalls meinen in Zeiten, in denen der nächste Partner, vielleicht die große Liebe, doch nur einen Fingerwisch auf dem Smartphone entfernt ist – Tinder sei Dank! „Es gibt unheimlich viele Singles, gefühlt mehr als Paare“, sagt einer, der es wissen muss. Edgar Kühlen ist Mediaberater bei der WZ und hat am Aufbau des neuen Dating-Portals Schatzsuche mitgearbeitet. Das liegt nahe, denn der 49-Jährige weiß aus eigener Erfahrung, was viele Single-Männer und -Frauen wollen: ohne kompliziertes Anmeldeverfahren, möglichst kostenlos und am besten in der Region den Partner fürs Leben finden. Mehr als 700 000 angemeldete Singles sprechen dafür, so wie Edgar Kühlen selbst. Nach sieben Jahren hat der alleinerziehende Vater eines 13-jährigen Sohnes das Single-Dasein satt.

Im „Alter“ wird es schwieriger mit Kompromissen

„Jetzt im Winter werden die Abende lang. Da grübelt man schon und fragt sich: ,Warum bist du immer noch allein? Wieso findest du niemanden?’“, erzählt Kühlen. „Mir fehlt die Zweisamkeit, zusammen kochen, in den Urlaub fahren oder einfach nur auf der Couch kuscheln, Vertrautheit.“ Warum das für viele so schwer zu finden ist? „Das Alter macht es nicht leicht, man möchte einfach nicht mehr jeden Kompromiss eingehen“, erklärt der 49-Jährige, weshalb vielleicht doch nicht jeder Single ganz freiwillig einer ist. In eine andere Stadt ziehen? Da hört für den Gladbacher die Kompromissbereitschaft auf. „Mein Sohn geht hier zur Schule, hat seinen Freundeskreis in der Stadt.“

Sein Sohn ist in Edgar Kühlens Leben sowieso die Nummer eins. Wenn der nicht einverstanden ist, „dann wird da nichts draus“. Deshalb sucht er eine Frau, die vor allem eines sein muss: flexibel und spontan. „Mit einem Kind kann halt immer etwas dazwischen kommen.“ Humorvoll sollte seine Traumfrau auch sein, wenn sie selbst Kinder hat – umso besser. „Da ist das Verständnis einfach größer.“ Und bitte mit der gewissen Reife: „Mit einer zwei vorne braucht keine mehr zu mir zu kommen, das ist zu jung“, da hat Kühlen schon konkrete Vorstellungen.

„40 Kilo wiegen sollte sie nicht. Eine Brille finde ich sexy. Lachen auch. Und schöne Hände.“

Edgar Kühlen ist Single – und weiß, was er will

Und äußerlich? „Blond oder brünett, ich habe keinen bestimmten Typ.“ Gut gebaut? „Das wäre schön, 40 Kilo wiegen sollte sie nicht.“ Sonst noch Wünsche? „Eine Brille finde ich sexy. Lachen auch. Und schöne Hände.“ No-Gos gibt es natürlich auch: „Lügen und Unzuverlässigkeit, das geht beides gar nicht“, findet der 49-Jährige. In sieben Jahren auf der Suche hat er schon einige Enttäuschungen wegstecken müssen. An Möglichkeiten, Frauen kennenzulernen, mangelte es in dieser Zeit nicht. „Ich bin viel auf Dating-Portalen unterwegs, auch auf Facebook gibt es Single-Gruppen. Die meisten wohnen aber viel zu weit weg.“ Deshalb besucht Edgar Kühlen regelmäßig Singlepartys – so wie die der WZ Schatzsuche morgen Abend im Odeon Tanzpalast. Schon am Eingang können Besucher da aus verschiedenfarbigen Leuchtarmbändern wählen und anderen so ihre Flirtbereitschaft signalisieren. Edgar Kühlen ist jedenfalls bereit. „Wenn mir eine Frau gefällt, dann spreche ich sie auch an“, versichert der 49-Jährige, der sich übrigens genauso gerne ansprechen lässt . . .

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer