Die Stadt konnte weitere kleinere Wohnungen anmieten. Die Zahl der Asylsuchenden steigt langsamer als vorausgesagt.

Blick in die ehemalige Don-Bosco-Schule an der Feldstraße: 24 Schlafplätze sind hergerichtet. Doch bei den weiteren Arbeiten können sich die Handwerker Zeit lassen – die Flüchtlingszahl ist geringer als erwartet.
Blick in die ehemalige Don-Bosco-Schule an der Feldstraße: 24 Schlafplätze sind hergerichtet. Doch bei den weiteren Arbeiten können sich die Handwerker Zeit lassen – die Flüchtlingszahl ist geringer als erwartet.

Blick in die ehemalige Don-Bosco-Schule an der Feldstraße: 24 Schlafplätze sind hergerichtet. Doch bei den weiteren Arbeiten können sich die Handwerker Zeit lassen – die Flüchtlingszahl ist geringer als erwartet.

Blick in den Duschcontainer auf dem Gelände der ehemaligen Schule.

Dirk Jochmann, Bild 1 von 2

Blick in die ehemalige Don-Bosco-Schule an der Feldstraße: 24 Schlafplätze sind hergerichtet. Doch bei den weiteren Arbeiten können sich die Handwerker Zeit lassen – die Flüchtlingszahl ist geringer als erwartet.

Krefeld. Die ehemalige Don-Bosco-Schule ist erst in Teilen zur Notunterkunft umgebaut. Zwei Container mit je sechs Duschen sind aufgestellt, der Pavillon mit 24 Schlafplätzen ist hergerichtet. Doch entgegen der Erwartung der Stadt mussten bisher noch keine in Deutschland Zuflucht suchenden Menschen an der Feldstraße untergebracht werden. „Die Anzahl der zugewiesenen Flüchtlinge ist geringer als erwartet“, sagt Wolfram Gottschalk, Leiter des Fachbereichs Soziales, Senioren und Wohnen.

Vorausschauende Planung ist für die Stadt schwierig

Für die Stadt ist es schwierig, vorausschauend zu planen. Bundesweit ist die Zahl der Flüchtlinge und Asylsuchenden in kurzer Zeit von 100 000 auf 120 000 angestiegen. „Dieser Trend wird nicht an Krefeld vorbeigehen“, schätzt Gottschalk die derzeitige Situation ein. Darauf bereitet sich die Stadt mit der neuen Notunterkunft für maximal 90 Leute in dem ehemaligen Schulgebäude vor. Das soll als städtische Erstaufnahmeeinrichtung fungieren, ein längerer Verbleib dort aber möglichst vermieden werden.

Nachdem im Herbst 2013 die Zahl der Flüchtlinge und Asylbewerber kurzfristig von 588 (im September) um rund 100 auf 689 Personen (im Dezember) gestiegen war, schmolz die Reserve an freien Plätzen in den sechs bestehenden Notunterkünften wie auch in den kleinen angemieteten Wohnungen im Stadtgebiet. „Die Unterbringung der Menschen ist eine Pflichtaufgabe nach Weisung von Arnsberg“, erklärt Gottschalk.

Entsprechend muss Krefeld Plätze vorhalten. Ein WZ-Bericht im Oktober, in dem die Stadt dringend weitere Wohnungen für die dezentrale Unterbringung suchte, brachte etwas Entspannung. Bislang ging die Stadt von einer Zuweisung mehrerer Hundert Asylsuchender in den kommenden Monaten aus. „Nach einem kurzzeitigen Anstieg flacht die Zahl aber schon wieder ab“, sagt Gottschalk.

Deshalb könnten sich die beauftragten Firmen mit der abschließenden Herrichtung der ehemaligen Don-Bosco-Schule noch etwas Zeit lassen. Die Verwaltung hat mit 50 auf das Stadtgebiet verteilten Schlafplätzen und den bisherigen 24 Plätzen in der früheren Don-Bosco-Schule eine gewisse Reserve.

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